Türkei blockte Twitter wegen „Gesetzesverstößen“

Martin Malischek 8

Sicherlich habt ihr alle mitbekommen, dass die türkische Regierung den Microblogging-Dienst Twitter gesperrt hat. Dies geschah, weil sich auf Twitter Daten im Umlauf befanden, die das korrupte Handeln der Regierung untermauerten. Nun meldete sich der türkischer Finanzminister zu Wort.

Türkei blockte Twitter wegen „Gesetzesverstößen“

Anstatt bei Forderungen zur Zensur einzuknicken, stellt sich Twitter häufig gegen die Forderungen oder veröffentlicht diese sogar. So auch bei den Anfragen der türkischen Regierung. Diese wollte unliebsame Links löschen lassen, über die sich, eigenen Angaben der Regierung zu Folge, „Nutzer beschwert hätten“.

Twitter reagierte nicht und so landete der Dienst kurzerhand auf einer Blockliste, Anfragen wurden zu verschiedenen Seiten umgeleitet. Der Microblogging-Dienst reagierte kurze Zeit später und stellte den Nutzern die Möglichkeit zur Verfügung, per SMS Tweets zu versenden, bzw. hob die ohnehin bereits vorhandene Funktion nochmals hervor.

Werden weitere Dienste gesperrt?

Der Finanzminister, Mehmet Simsek, äußerte sich nun gegenüber der BBC über die Vorgänge: „Wir legten Twitter eine Vielzahl von Beschlüssen vor, die das Entfernen einiger Inhalte forderten. Twitter weigerte sich, die Beschlüsse einzuhalten, was wir nicht gut heißen konnten.“ Die Blockierung des Dienstes stelle keine Zensur dar, so die Regierung. Twitter soll sich mittlerweile in Gesprächen mit der Regierung befinden, um die Blockade aufzuheben.

Auch weitere Social Media-Dienste stehen unter dem Beschuss der Regierung. Dem Suchmaschinenriesen Google sollen ebenfalls Beschlüsse vorgelegt worden sein, mit der Forderung, Videos der Plattform YouTube zu entfernen.

Quelle: BBC
Artikelbild via shutterstock
Bearbeitung durch Martin Malischek

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