Twitter bald mit Facebook-ähnlicher Timeline?

Martin Malischek 2

Mit den von uns getauften „Kuckucks-Tweets“ schraubte Twitter bereits an der Timeline. Berichten des Magazins TechCrunch zufolge wird der Microblogging-Dienst dies in Zukunft noch weiter verstärken.

Als ich 2008 ein Twitter-Konto erstellte, wurden mir keine Personen vorgestellt, denen ich folgen sollte. An die offizielle Retweet-Funktion war noch nicht zu denken. Genauso wenig wie an „fremde“ Tweets in der Timeline oder einer „Facebook-Chronik“-ähnlichen Ansicht von Nutzerprofilen. Auch gab es noch keine Möglichkeit, Fotos auf offiziellem Wege bei dem Dienst zu teilen. Werbung natürlich auch nicht.

All dies wurde innerhalb der letzten Jahre implementiert. Teils zur Freude der Nutzer, teils zur Verärgerung dieser. Eines ist jedoch klar: Twitter ist benutzerfreundlicher geworden. Und lange nicht mehr ein Dienst der Denker und „Insider“. Twitter ist Mainstream geworden, wenn man es beschreiben möchte.

Bilderstrecke starten(38 Bilder)
Twitterperlen – Die lustigsten Tweets aller Zeiten

Twitter will benutzerfreundlicher werden

Während die kleine Einführung bei der Erstellung eines Kontos und die Vorschläge an Nutzern, denen gefolgt werden sollte, vielleicht nützlich sind, ärgerten sich einige Nutzer über fremde Tweets in ihren Timelines. So werden seit ein paar Wochen bei einer großen Anzahl von Nutzern des Microblogging-Dienstes Tweets angezeigt, die die verfolgten Nutzer von Nicht-Verfolgten mit einem „Sternchen“ versehen haben.

Jedoch werden längst nicht alle Tweets angezeigt, bei denen sich ein solches Merkmal finden lässt. Lediglich die, bei denen der Twitter-eigene Algorithmus das „okay“ gibt. Genau das soll in nächster Zeit laut dem Magazin TechCrunch ausgeweitet und beispielsweise auch Tweets von Personen eingestreut werden, mit denen die Verfolgten nichts zu tun haben.

Twitter: „Tage ohne ein Experiment sind schlechte Tage“

So möchte der Dienst Nutzern einfacher machen, interessante Beiträge in ihrer Timeline finden zu können. Hierfür werden bereits zahlreiche Tests durchgeführt. Twitters Vice President of Engeneering sagte hierzu im September 2013 „ein Tag ohne ein veröffentlichtes Experiment ist kein guter Tag.“.

Noch ist nicht genau klar, wie die eingestreuten Tweets aussehen und wie diese genau bewertet werden. Jedenfalls verändert der Dienst damit seine Funktionsweise grundlegend, die bis dato vor allem mit einer unverfälschten Timeline zu überzeugen wusste.

Quelle: TechCrunch, via t3n

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung