Twitter startet personalisierte Werbung

Martin Malischek 1

In Deutschland hält sich der Microblogging-Dienst zurück, was relevante Werbung angeht. Marktführer beim Verkauf von benutzerdefinierter Werbung ist Facebook, das diese vor allem anhand von Likes generiert. Englischsprachig will Twitter jedoch bald mit dem Anzeigen von dieser beginnen.

Ihr kennt das, mal eben auf einer Seite etwas gesucht, nicht das passende gefunden, den Tab wieder geschlossen und überall taucht Werbung für die nicht ansprechende Seite auf. Schuld daran sind die Cookies, in denen jede besuchte Webseite ihre Daten auf dem jeweiligen Computer hinterlässt.

Personalisierte Werbung mit Hindernissen auch auf dem Smartphone

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Mit dem Anzeigen von relevanter Werbung ist es bei Smartphones etwas schwieriger, da hierbei die vorher erwähnten Daten nicht auf dem Smartphone hinterlassen werden. Da Twitter momentan mit eben dieser Art der Werbung experimentiert, hat das Unternehmen allerdings auch schon eine Lösung: Nutzer rufen den Dienst häufig täglich mobil, aber auch mit dem PC auf, hier schnappt sich Twitter die Daten des Heimrechners, speichert diese und zeigt dann relevante Anzeigen auch in der App an.

Auch in Deutschland tauchte die für viele nicht wählbare Funktion in den Einstellungen auf, mit der man sich personalisierte Werbung hätte anzeigen lassen können. Twitter war wohl in deutschsprachigen Gefilden noch nicht so weit und entfernte diese wieder. Der Dienst muss sich dabei weniger um Kritik sorgen, ist die benutzerdefinierte Werbung in den Einstellungen doch abzuwählen und die Informationen, die man mit dem Netzwerk teilt, sowieso öffentlich.

Die Funktion wird vorläufig erst einem kleinen Teil der Werbekunden bereitgestellt, um diese zu testen. Nach und nach wird der Kreis dann erweitert und letztendlich allen zur Verfügung gestellt. Wann diese Art der Anzeigen nach Deutschland kommen, ist noch nicht bekannt.

Vor drei Jahren begann Twitter Werbung zu schalten

Erst vor knapp drei Jahren startete das Unternehmen mit Werbeanzeigen, kurze Zeit später folgte das Einblenden von Anzeigen aufgrund bestimmt genutzter Keywords von Usern. Demnächst müssen also die Cookies daran glauben. Vor der Monetarisierung des Dienstes verdiente Twitter übrigens sein Geld, indem Google, Yahoo & Co. für die Einblendung von Tweets in den Suchergebnissen mit Milliardenbeträgen bezahlen mussten.

Quelle: techcrunch

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