Assassin's Creed: Schöpfer spricht über unschöne Zeit bei Ubisoft

Luis Kümmeler

Der Schöpfer der ersten Teile von Assassin’s Creed, Patrice Désilets, hat in einem Interview über sein offenbar wenig zufriedenstellendes Arbeitsverhältnis zu Ubisoft gesprochen. Im Interview wird klar, warum der kanadische Spieledesigner den weltbekannten Publisher und Entwickler damals verließ.

Assassin S Creed 3 E3 Official Trailer Uk.

Der kanadische Spieledesigner Patrice Désilets machte sich vor etwa einer Dekade als Schöpfer der Spiele Assassin’s Creed und Assassin’s Creed 2 einen Namen, war aber offenbar unzufrieden mit Entwicklungen beim Entwickler und Publisher Ubisoft, weswegen er den Konzern verließ. Im Interview mit Gameology hat Désilets nun über seine Zeit bei Ubisoft gesprochen und erklärt, was ihn an seinem Arbeitsverhältnis bei dem französischen Konzern so gestört hat.

Schattenseiten bei Ubisoft

„Ich war der Typ, der Interviews geben (…) und mit politischen Lügen aufwarten musste. Ich erhielt Kommentare und Entscheidungen, die von anderen Leuten getroffen wurden, statt von mir. (…) Und in meiner Rolle als Creative Director ist es schwer, nach den Entscheidungen von Anderen zu leben, wenn man vor der Kamera oder Skype sitzt. Ich sagte, dass ich kein guter Lügner bin, und es nicht mehr machen kann“, so Désilets. Er habe im Grunde nur Geld „für andere Leute gemacht, die sich nicht für ihn interessierten.“ Also habe er sich auf Anraten seiner Freundin dazu entschieden, Ubisoft zu verlassen.

Inzwischen leitet Désilets ein Studio namens Panache, das aus nur 24 Mitarbeitern besteht. Bis zum Ende des Jahres wolle man noch auf 30 Leute wachsen, so der Studioleiter, doch der Vergleich zu den 800 Menschen, die an Assassin’s Creed 2 arbeiteten, zeigt, wie sehr sich die Umstände für Désilets geändert haben müssen. Panache entwickelt derzeit das Spiel Ancestors: The Humankind Odyssey, und könnte in Zukunft endlich ein Projekt namens 1666: Amsterdam angehen, um dessen Rechte sich Désilets vor einigen Jahren erfolgreich mit Ubisoft gestritten hatte.

 

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