Ubisoft-Chef: „Singleplayer-Spiele können sich noch eine lange Zeit verkaufen“

Michael Sonntag

Die Schließung des Entwicklerstudios Visceral Games hat sich mittlerweile zu einer Metapher für das ungewisse Schicksal des Singleplayers in der Videospielbranche entwickelt. Nachdem nun Entwickler von Wolfenstein: The New Colossus und Call of Duty: WW2 den Spielmodus verteidigt haben, meldet sich nun auch Ubisoft-Chef Yves Guillemot zu Wort.

Auf einer Investorenkonferenz teilte Guillemot mit, dass er optimistisch ist, was die Zukunft des Singleplayers betrifft. Im Gegensatz zu Electronic Arts neuem Kurs, nur noch auf profitable Multiplayer zu setzen, wolle sich das Assassin’s Creed-Studio auch weiterhin auf seinen Singleplayer konzentrieren. Laut Guillemot ist es in Anbetracht der Situation nur wichtig, den Wiederspielwert dieses Modis zu erhöhen. Das wolle das Studio bei ihrem neusten Game Assassin’s Creed Origins unter anderem mit einem Rollenspiel-Gameplay erzielen.

Tests und Trailer können dich nicht überzeugen? Wie wäre es dann mit 12 Minuten Gameplay?

Assassin's Creed Origins – Die ersten 12 Minuten.

Im Gegensatz zu anderen Teilen der Reihe kann der Spieler in Assassin’s Creed Origins etliche Objekte sammeln und sich anhand eines Fähigkeitsbaum spezialisieren. Es wäre demnach möglich, Protagonist Bayek im ersten Spieldurchgang als Jäger, im zweiten als Krieger und in einem dritten als Seher zu spielen. Der im nächsten Jahr erscheinende Discovery Modus wird vermutlich auch dazu einladen, die Spielwelt ein weiteres Mal zu durchforschen. Die aktuellen Verkaufszahlen lassen zumindest durchblicken, dass Ubisoft sein neues Spiel gelungen ist. Auch bei uns kam das Spiel im Test sehr gut an.

Orgien, Einhörner, Doktor Who - Abseits des Weges lassen sich schon einige Kuriositäten in AC Origins finden:

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Assassin's Creed - Origins: 10 Easter Eggs und Geheimnisse im Spiel.

Die Sache hat allerdings eine Kehrseite. Laut einem Finanzbericht von Ubisoft macht das Studio die meisten Einnahmen nicht durch die Spielverkäufe, sondern durch den gesamten Rest: DLCs, Season-Pässe und vor allem Mikrotransaktionen. Wird die Zukunft des Singleplayers nur mit der Steigerung seines Profits durch jegliche Mittel gesichert? Es hat einen gewissen negativen Nachgeschmack. Assassin’s Creed Origins erschien am 27. Oktober für PlayStation 4, Xbox One und PC. Hältst du das für ein faires Angebot oder sollen Entwickler spielerfreundlichere Wege für den Singleplayer suchen? Sag uns deine Meinung!

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