Ubisoft: Mehr Umsatz durch Mikrotransaktionen als durch digitale Spieleverkäufe vermeldet

Luis Kümmeler 1

Ubisoft hat seine Geschäftszahlen nach Abschluss der ersten Hälfte des aktuellen Fiskaljahres offen gelegt – und die wissen zu erstaunen: Zum ersten Mal will der Konzern mehr Geld durch Ingame-Items, DLCs, Season Passes und Abonnements eingenommen haben, als durch den digitalen Verkauf von Spielen selbst.

Mikrotransaktionen und allgemein digitale Zusatzinhalte für Spiele sind lukrativ – das ist kein Geheimnis. Wie profitabel sie dann aber etwa im Fall von Ubisoft tatsächlich sind, weiß dann doch zu erstaunen: Nach den ersten beiden Quartalen seines aktuellen Fiskaljahres (April bis September 2017) hat der französische Entwickler und Publisher laut Gamasutra starke Geschäftszahlen bekannt gegeben: Umsätze durch digitale Inhalte sollen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres um ganze 69 Prozent angestiegen sein – insgesamt will Ubisoft 343 Millionen Euro in den ersten beiden Quartalen durch die Digitalsparte eingenommen haben.

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So weit, so positiv – doch dabei gibt es einen ganz besonderen Meilenstein zu verzeichnen: Zum ersten Mal überhaupt will Ubisoft mehr Umsatz durch Mikrotransaktionen eingenommen haben, als durch digitale Spieleverkäufe selbst. Ingame-Items, DLCs, Season Passes und Abonnements sollen dem Konzern 175 Millionen Euro eingebracht haben – 51 Prozent der Gesamteinkünfte durch die Digitalsparte und 83 Prozent mehr, als im vergangenen Jahr. Die Einkünfte durch digitale Spieleverkäufe konnten zwar auch um 57 Prozent gesteigert werden, liegen mit 168 Millionen Euro aber eben unter dem Umsatz durch besagte Zusatzinhalte.

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Insgesamt wurden laut Ubisoft 466,2 Millionen Euro in der ersten Hälfte des aktuellen Fiskaljahres umgesetzt – 60 Prozent mehr, als noch im Vorjahr, wo der Umsatz noch bei 281,4 Millionen Euro lag. Sowohl den anhaltenden Support von Spielen des letzten Fiskaljahres, darunter Ghost Recon Wildlands und For Honor, als auch positive Verkaufszahlen von Spielen für Nintendo Switch, nennt der Konzern als Grund für die positive Bilanz.

Beim Publisher Take-Two sieht es übrigens ähnlich aus: Wie ebenfalls Gamasutra berichtet, hat das Unternehmen zwar insgesamt leichte Verluste gemacht, immerhin aber eine Steigerung von 66 Prozent in den Einnahmen durch Mikrotransaktionen zu vermelden. Ingame-Items, DLCs, Season Passes und Abonnements in Spielen wie Grand Theft Auto 5 und NBA 2K17 sollen ganze 48 Prozent der Umsätze des Publishers ausgemacht haben – fast die Hälfte also.

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