Ubisoft: Neue KI hilft Entwicklern dabei, Bugs frühzeitig zu erkennen

Kamila Zych

Ubisoft hatte in der Vergangenheit schon des Öfteren mit Bugs in seinen Spielen zu kämpfen. Ein neues System mit künstlicher Intelligenz soll Entwickler nun künftig dabei unterstützen, Fehler beim Programmieren zu erkennen – und das sogar bevor diese gemacht werden.

Ubisoft La Forge – Commit Assistant.

„Commit Assistant“ nennt sich der neue KI-Helfer, der kürzlich auf der Developer Conference in Montreal von der F&E-Abteilung Ubisoft La Forge vorgestellt wurde. Dadurch, dass Bugs frühzeitig erkannt werden, kann in Zukunft weitaus mehr Zeit während der Entwicklung gespart und auch die Anzahl der Fehler, die vor Release eines Spiels entstehen, minimiert werden.

Wie oben im Trailer erklärt wird, nimmt das Beheben von Bugs bis zu 70% der Entwicklungskosten ein. Ubisoft schätzt, dass mithilfe der KI rund 20% der Zeit eingespart werden könnten, wodurch es Entwicklern möglich wäre, sich anderen Dingen zu widmen.

Commit Assistant ist in der Lage zu erkennen, an welchen Stellen bereits früher Fehler gemacht wurden und stellt passende Korrekturvorschläge bereit. Außerdem kann die KI so schon während des Codens voraussehen, ob der Entwickler einen bekannten Bug erneut schreibt und ihn dann darauf frühzeitig hinweisen.

Ubisoft hat in der Vergangenheit nicht selten verbuggte Spiele herausgebracht. Eines der wohl bekanntesten Beispiele ist Assassin’s Creed Unity. Commit Assistant könnte solche Fauxpas in Zukunft vermeiden. „Ich denke wie bei vielen guten Ideen, ist es (so, dass man sich denkt) ‚Wie kommt es, dass wir vorher nicht darüber nachgedacht haben?“, so La Forge-Leiter Yves Jacquier gegenüber WIRED.

Fragt sich nur, ob die Entwickler selbst von der Idee, von einer KI überwacht und korrigiert zu werden, auch so angetan sind. Jacquier sieht es gelassen: „Wenn du es nicht nutzen willst, benutze es nicht. Es ist nur ein weiteres Werkzeug.“ Ein Werkzeug, welches die Arbeit erleichtern und beschleunigen soll. So würde dies im Umkehrschluss bedeuten, dass wir als Spieler künftig mit weniger verschobenen Releases rechnen können.

Gäbe es Ubisofts KI-Programm schon vorher, wären diese Spiele zu ihrem Launch bestimmt nicht so verbuggt gewesen.

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Auf die Plätze, fertig? Nein! Diese 10 Spiele waren zu ihrem Launch noch gar nicht fertig.

Das Bug-Erkennungssystem ist allerdings nicht die erste KI, mit der Ubisoft in seinen Spielen herumexperimentiert. In Watch Dogs 2 haben sich die Entwickler mit dem autonomen Fahren beschäftigt und Autos eine intelligente Fahrweise beigebracht. Im kommenden Far Cry 5 sollen die NPCs ein weitaus realistischen Verhalten an den Tag legen und in brenzligen Situationen individuell für sich abwegen können, ob es besser wäre zu kämpfen oder zu fliehen.

Was hältst du von Ubisofts Entwicklungen? Könnte KI in Zukunft ebenfalls für andere Spiele-Entwickler eine größere Rolle spielen und auch außerhalb der Gaming-Branche an Bedeutung gewinnen?

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