Videospiel-Verfilmungen: Ehemaliger Ubisoft-Mitarbeiter gründet neues Studio

Lisa Fleischer

Der ehemalige Ubisoft-Mitarbeiter Jean-Julien Baronnet hat nun sein eigenes Film-Studio gegründet. Seinen Fokus möchte er dabei auf Videospiel-Verfilmungen legen. Und damit frischen Wind in das nischige Genre bringen, das nicht gerade für seine durchwegs hochwertigen Filme bekannt ist.

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Videospiel-Verfilmungen sind nicht gerade für ihre herausragende Qualität bekannt. Während der Warcraft-Film hauptsächlich nur von Kritikern schlecht rezensiert wurde und von der Community doch recht positiv aufgenommen wurde, bringen so einige Verfilmungen unser armes Gamer-Herz zum Bluten. Allen voran die Uwe-Boll-Verfilmungen, die zu guter Recht gleich zweimal in unserer Hall of Shame der Videospiel-Verfilmungen Erwähnung finden.

Diesem negativen Beigeschmack beim Thema Videospiel-Verfilmungen möchte Jean-Julien Baronett nun entschieden entgegenwirken. Der ehemalige CEO von Ubisoft Motion Pictures brachte unter anderem auch die Verfilmung von Splinter Cell mit Tom Hardy auf den Weg, die im kommenden Jahr in die Kinos kommen soll. Baronett verließ das französische Unternehmen aber im März diesen Jahres, um eigene Wege zu gehen. Mit Marla Studios möchte er sich nun selbst auf die Verfilmungen von Videospielen fokussieren.

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Gegenüber Variety äußerte Baronnet, dass es ihm dabei besonders wichtig ist, nicht nur technisch hochwertige Filme zu produzieren, sondern auch zu verstehen, wie Videospiele entwickelt werden und was ihr als Zuschauer euch von einer Spiele-Verfilmung erhofft. „Der Schlüssel ist, die Leidenschaft der Gamer zu beachten, schließlich haben sie hunderte von Stunden in dieser Welt verbracht. Das macht es notwendig, das ‚Universum‘ aus dem Spiel so akkurat wie möglich nachzustellen.“

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Allerdings sei es dabei ebenso wichtig, auf eine eigene Geschichte zu erzählen und nicht einfach die Story aus dem Spiel zu kopieren. Andere Studios hätten seiner Meinung damit Schwierigkeiten, dies zu verstehen und gekonnt in die Tat umzusetzen. Mit Marla Studios möchte er diese Lücke schließen. Dazu möchte er sowohl Leute aus der Filmbranche als auch Angestellte aus dem Game-Business für sein neues Studio gewinnen.

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Anscheinend steht Baronnet auch schon in Kontakt mit verschiedenen Entwicklern und Publishern, deren Spiele möglicherweise bald schon im Kino laufen sollen. Um welche Studios es sich dabei genau handelt, wollte er jedoch noch nicht verraten. Auf jeden Fall sieht er seine Aufgabe darin, Videospiel-Verfilmungen zu einem neuen Aufschwung zu verhelfen. „Wir werden uns für sie (die Videospiel-Firmen) den Arsch abarbeiten und versuchen, die besten Deals mit den Studios auszuhandeln, ohne irgendwelche Interessen zu vernachlässigen.“

Ubisoft selbst arbeitet momentan nicht nur an der Verfilmung von Splinter Cell, auch Assassin’s Creed soll in die Kinos Einzug halten. Der Release dafür ist auf den 5. Januar nächsten Jahres angesetzt. Wann der Film zu Splinter Cell erscheint, ist bislang noch nicht bekannt. Zuletzt war von einem Drehbeginn im Frühjahr und einem Filmstart irgendwann im kommenden Jahr die Rede.

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Was ist euch an Videospiel-Verfilmungen wichtig?

Quelle: Variety

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