Star Wars von Visceral: Spiel sollte eine packende Gangster-Story erzählen

Stephan Otto

Nachdem EA das Entwicklerstudio Visceral Games geschlossen hat, kommen immer weitere Details zum ehemals geplanten Star-Wars-Spiel ans Licht. Demnach sollte eine Gangster-Story à la Ocean’s Eleven auf die Fans warten.

Relativ überraschend gab EA vor wenigen Wochen bekannt, das für die Dead-Space-Reihe verantwortliche Studio Visceral Games zu schließen. Im Zuge dessen wurde auch der geplante Star-Wars-Titel auf Eis gelegt. Laut Kotaku sollte das Spiel mit dem Arbeitstitel „Ragtag“ zunächst eine Art Weltraum-Piraten-Schlacht werden, bis sich die Entwickler umentschieden und eine Gangster-Story rund um unbekannte Charaktere strickten.

So sollte Star Wars von Visceral Games aussehen:

Star Wars - Visceral Games - Teaser.

Linear statt Open World

Visceral entwickelte zunächst die Idee eines Piraten-Spiels, doch Ubisoft kam dem Unterfangen zuvor und brachte Assassin’s Creed IV: Black Flag auf den Markt. Es wurde umgeplant und aus dem „Piraten auf hoher See“- wurde ein „Piraten im Weltraum“-Spiel, angesiedelt im Universum von Star Wars, um die Nutzungsrechte nicht verfallen zu lassen. Bei Bodenmissionen griff das Prinzip eines linearen Action-Shooters – inspiriert durch die neueren Tomb-Raider-Titel, im Weltall solltest du fliegen, andere Schiffe angreifen und looten können.

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Allerdings musste sich das Studio schnell von der umfangreichen Idee verabschieden, denn zahlreiche Mitarbeiter wurden für die Entwicklung von Battlefield Hardline abgestellt. Als Uncharted-Director Amy Hennig zu dem Projekt stieß, wandelte sich die Idee abermals. So sollte das Spiel eine lineare Handlung bekommen und gänzlich auf Weltraum-Piraten in einer offenen Welt verzichten. Hennig hielt allerdings an der Idee der Weltraum-Schurken fest und wollte offenbar eine Art Star Wars meets Ocean’s Eleven aus den Bruchstücken entwerfen.

Zwielichtige Charaktere im Singleplayer

Im Spiel selbst solltest du unter anderem als Dodger, einer hinterhältigen Version von Han Solo, unterwegs sein. Daneben plante Hennig drei weitere Charaktere, die ebenfalls spielbar sein sollten. Zeitlich angesiedelt war das Werk zwischen Episode 4 und 5. Auf Jedis und die Macht wollte Hennig verzichten. Das Ziel sollte es eher sein, die Umwelt und andere Charaktere zu manipulieren, um Aufgaben erfüllen zu können.

Falls dir Star Wars auch immer zu kompliziert war: Wir haben mal jemanden gefragt, der sie kennen muss …

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Star Wars: Die ganze Story erklärt – Aus Sicht einer "fachfremden" Person.

Wie es nun mit Star Wars Ragtag bei EA Vancouver weitergeht, ist noch vollkommen unklar. Ebenfalls unklar ist, ob Amy Hennig weiterhin an dem Titel arbeiten wird. Übrigens ist Ragtag nicht das erste Star Wars-Spiel, das unter einem schlechten Stern steht. So warteten Fans lange Zeit vergeblich auf das derweil eingestellte Star Wars: 1313. Es hat den Anschein, als wäre die Macht nicht mit den Spielen zur Film-Reihe.

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