Vivendi macht Ernst: Der Übernahme-Krimi um Ubisoft geht weiter

Lisa Fleischer 6

Seit Vivendi im Mai diesen Jahres seinen Aktienanteil an Ubisoft nochmals erhöht hatte, steht die Befürchtung im Raum, dass der große, französische Medienkonzern bald schon den Publisher übernehmen könnte. Mit der feindlichen Übernahme von Gameloft scheint dieses Szenario immer näher zu rücken. 

E3 2016: Alle Ankündigungen der Ubisoft-Konferenz.

Schon seit dem vergangenen Herbst wird von vielen befürchtet, dass das französische Unternehmen Vivendi bald schon Ubisoft übernehmen könnte. Schließlich hatte der Publisher in letzter Zeit mit einigen Problemen zu kämpfen und musste den Misserfolg von Assassin’s Creed: Unity erst einmal verdauen. Eine gute Woche vor der E3 diesen Jahres hat der Medienkonzern Vivendi nun den Mobile-Videospiele-Entwickler Gameloft übernommen, der wie Ubisoft zuvor mehrheitlich von der Guillemot-Familie kontrolliert wurde. Zudem erhöhte Vivendi seinen Anteil an Ubisoft. Dadurch verstärkte sich die Befürchtung, dass es nur noch eine der Frage der Zeit ist, bis Vivendi den französischen Publisher komplett übernimmt.

Übernahme-Krimi um Ubisoft: Sind die Franzosen noch zu retten?

Inzwischen hat Vivendi 20,1 Prozent Anteil an Ubisoft, je nach Marktlage sollen diese in Zukunft weiter ausgebaut werden. Allerdings leugnet das Unternehmen bislang, den Publisher übernehmen zu wollen. Vielmehr strebe man eine „fruchtbare Kooperation“ an. Analysten hingegen bestätigen, dass Vivendi schon länger plant, wieder in die Videospiel-Branche einzusteigen. Gameloft alleine wird dabei einem Unternehmen dieser Größe wohl kaum ausreichen.

Nach französischem Recht muss der Käufer nach dem Erreichen eines Firmenanteils von 30 Prozent zuerst ein öffentliches Angebot machen. Dies zumindest strebt Vivendi in den nächsten sechs Monaten nach eigenen Angaben nicht an. Ubisoft ist also zumindest noch eine Gnadenfrist unter der Guillemot-Familie gegönnt.

Was ist eure Meinung zu Übernahme von Ubisoft? Ist das Unternehmen unter der Führung von Yves Guillemot gut aufgehoben oder versprecht ihr euch mehr von einer Zusammenarbeit mit Vivendi?

Quelle: Bloomberg

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