Gigabit-Internet zum Kampfpreis: Wo ist der Haken bei Vodafones Highspeed-Tarif?

Monika Mackowiak

Mit dem Gigabit-Internet-Tarif „Red Internet & Phone 1000 Cable“ für ab 20 Euro pro Monat verspricht Vodafone das beste Angebot im Markt zu machen. Der Blick ins Kleingedruckte verrät jedoch: Es gibt gleich mehrere Haken.

Gigabit-Internet zum Kampfpreis: Wo ist der Haken bei Vodafones Highspeed-Tarif?
Bildquelle: Vodafone.

Flächendeckend schnelles Internet, sowohl Zuhause als auch mobil, ist in Deutschland immer noch eine Seltenheit. Daran wird auch der neue Highspeed-Kabel-Tarif „Red Internet & Phone 1000 Cable“ von Vodafone nichts ändern, schließlich steht das Angebot zum Start nur rund 400.000 Haushalten in den Städten Nürnberg, Landshut, Dingolfing und Fürth zur Verfügung. Zwar sollen bis Ende des Jahres über 12 Millionen – und bis Ende 2019 sogar 22 Millionen – Haushalte auf ein bis zu 1 Gigabit schnellem Kabel-Glasfasernetz zurückgreifen können, doch der neue Internet-Tarif hat weitere Nachteile sowie einen entscheidenden Vorteil.

Vodafone Gigabit-Internet: Das sollte man beachten

Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 MBit/s klingen theoretisch toll, werden praktisch allerdings kaum erreicht. Vodafone selbst garantiert lediglich eine Bandbreite zwischen 600 MBit/s und 1.000 MBit/s, laut AGB werden in der Regel 800 MBit/s erreicht. Wer auch gerne mal das ein oder andere Video hochlädt, muss mit noch massiveren Einschränkungen rechnen. Im Upload beträgt die Maximalgeschwindigkeit nämlich nur 50 MBit/s, von Vodafone garantiert werden sogar nur 15 MBit/s, in den AGB ist von durchschnittlich 35 MBit/s die Rede.

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Gigabit-Tarife im Vergleich: Vodafone absoluter Preisbrecher

Eines muss man Vodafone aber lassen: Der -Tarif ist das mit Abstand günstigste Kabel-Internet-Angebot auf dem Markt, das eine Bandbreite von bis zu 1 Gigabit/s bietet. Im ersten Jahr kostet der Tarif nur rund 20 Euro pro Monat. Ab dem 13. Monat steigt die Grundgebühr zwar rasant auf 70 Euro, doch selbst das ist im Vergleich zur Telekom und anderen Anbietern immer noch ein Schnäppchen.

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Die Telekom verlangt für ihren stolze 120 Euro pro Monat, doch dafür gibt’s immerhin bis zu 500 MBit/s im Upload sowie HD-Fernsehen mit EntertainTV Plus. Noch teurer sind kleinere Anbieter, wie zum Beispiel M-Net, EWE und Deutsche Glasfaser, deren monatliche Grundpreise bei 149 Euro bis 200 Euro liegen.

Fazit: Lohnt sich der Gigabit-Tarif von Vodafone?

Wer viel Bandbreite benötigt, bekommt bei Vodafone aktuell das günstigste Kabel-Internet mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Gigabit/s. Bei Buchung bis Ende des Jahres, kostet der Tarif sogar nur 50 Euro pro Monat ab dem 13. Monat. Allerdings ist der Highspeed-Tarif bislang nur in vier Städten verfügbar und die Upload-Geschwindigkeit beträgt maximal nur 50 MBit/s. Zudem stellt sich natürlich die Frage, ob man Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 MBit/s überhaupt benötigt. Hierfür bietet Vodafone allen Kunden an, nach Ablauf des ersten Vertragsjahres in einen leistungsschwächeren sowie günstigeren Tarif zu wechseln.

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