Vodafone Sure Signal: Besserer Empfang durch mietbare Mini-Funkzellen

Lukas Funk 3

Der Mobilfunkbetreiber Vodafone kündigt in einer Pressemitteilung den Verkauf von Femtozellen unter dem Label „Sure Signal“ an. Diese mit dem Internet verbundenen Mini-Funkzellen ermöglichen, in Gebäuden oder anderen Orten mit schlechter Funkabdeckung platziert, eine Ausweitung des Mobilfunknetzes mit guter Signalqualität.

Vodafone Sure Signal: Besserer Empfang durch mietbare Mini-Funkzellen

Innerhalb großer Gebäude, in abgelegenen Gegenden oder unterirdischen Bauten besteht häufig das Problem, dass Mobiltelefone wegen der hohen Distanz oder abschirmenden Wirkung des Baumaterials nicht mit einer nahegelegenen Mobilfunkstation kommunizieren können. Um dem entgegenzuwirken, bietet Vodafone in Deutschland nun unter dem Namen „Sure Signal“ so genannte Femtozellen an. Diese Microstationen bauen ein eigenes UMTS-Netz mit einer Reichweite von 30 bis 70 Metern auf, um eine Verbindung mit Mobiltelefonen herzustellen. Die über das Signal empfangenen Daten werden dann über einen gewöhnlichen Internetanschluss an Vodafones Zentrale weitergeleitet. Entfernt man sich aus dem Empfangsbereich in Richtung des regulären Funknetzes, beispielsweise beim Verlassen eines Gebäudes, garantiert Vodafone einen unterbrechungsfreien Übergang.

Das Angebot, das sich vor allem an mittelständische und größere Unternehmen richtet, stellt zweierlei Basisstationen zur Auswahl: Das kleinere Modell versorgt 8 Telefon- und 4 Datenkanäle mit 7,2 Megabit pro Sekunde innerhalb einer Distanz von 30 Metern. Damit bietet sie sich beispielsweise für große Konferenzräume an. Die Kosten hierfür belaufen sich auf Monatlich 17,73 Euro bei 1 Euro Anschaffungsgebühr. Das von Huawei gefertigte stärkere Modell deckt ca. 70 Meter ab und bietet jeweils 28 Telefon- und Datenkanäle bei bis zu 21,6 Megabit pro Sekunde. Dafür ist es mit 47,48 Euro im Monat und einmaliger Zahlung von 285,48 Euro deutlich teurer.

Der Betreiber der Femtozelle kann sich bei beiden Modellen entscheiden, ob diese öffentlich funktionieren sollen, wie von Mobilfunknetzen gewohnt, oder ob Geräte vorher registriert werden müssen. Vergleichbar zu MAC-Filtern am WLAN-Router können sich dann nur bekannte Geräte in das Netz einbuchen.

Verwunderlich ist das Beibehalten des Namens „Sure Signal“. Mitte letzten Jahres startete Vodafone UK unter demselben Namen den Verkauf von Femtozellen. Der Verkaufsstart mündete allerdings in einem Skandal, als Hacker die Verschlüsselung der Zellen knackten und sie verwendeten, um den Telefonen nichtsahnender Passanten vorzutäuschen, sie befänden sich in ihrem Mobilfunknetz. Über die Internetleitung der Femtozellen konnten so Mailboxen abgehört, SMS verschickt und sogar Telefonate mitgeschnitten werden.

Die Sicherheitslücke, die diesen Hack ermöglichte, ist inzwischen geschlossen. Ob der Markenname aber nicht doch noch schlechte Erinnerungen an den Skandal hervorruft, bleibt abzuwarten.

Vodafone Sure Signal [via Pressemitteilung]

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