Vodafone: Verkaufsverbot für HTC-Smartphones erwirkt [Update: Vodafone äußert sich]

Thomas Lumesberger 10

Es ist nicht das erste Mal, dass ein deutscher Mobilfunker Geräte bestimmter Hersteller nicht mehr verkaufen darf. Dieses Mal trifft es den Mobilfunkanbieter Vodafone, der zumindest in den nächsten Wochen ohne eine Vielzahl von HTC-Smartphones und anderer Geräte auskommen muss. Insgesamt ist dem Unternehmen derzeit der Vertrieb von 17 Mobiltelefonen untersagt.

Update vom 20.5.2016, 17:45: Vodafone hat sich uns gegenüber geäußert und bestätigt, dass es sich um Patentstreitigkeiten zwischen den Herstellern und der Patentverwertungsgesellschaft „Saint Lawrence Communications“ handelt. Konkret geht es um Patente, die sich auf das sogenannte AMR-Wideband-Sprach-Kodierer beziehen. Sie kommen für HD-Voice-Verbindungen zum Einsatz. Folgende Smartphones werden in den nächsten Tagen nicht mehr erhältlich sein:

  • HTC One A9
  • HTC One M8s
  • HTC Desire 626
  • Smart prime 7
  • Smart prime 6
  • Smart speed 6
  • Smart ultra 6

Vodafone hat die Hersteller darum geben, die Situation schnellstmöglich zu klären, damit die Geräte möglichst bald wieder ins Sortiment aufgenommen werden können.

Originalmeldung vom 20.5.2016, 16:57:

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Geheime Smartphone-Codes, die jeder kennen sollte

Vor ein paar Monaten wurde vom Mannheimer Amtsgericht eine einstweilige Verfügung über die deutsche Telekom verhängt und damit einher ging eine Verkaufssperre sämtlicher HTC-Smartphones. Dieses Mal betrifft es aber nicht die Telekom, sondern den Konkurrenten Vodafone. Alle Vodafone-Shops dürfen mit sofortiger Wirkung keine Geräte von HTC mehr verkaufen. Neben den Smartphones aus Taiwan sind auch diverse Modelle von Alcatel, ZTE und der eigens gebrandeten Vodafone Smart-Serie betroffen.

Konkret handelt es sich um folgende Geräte:

Entsprechend hat der Mobilfunker schon reagiert und zumindest im Online-Shop die Smartphones aus dem Sortiment genommen. Vermutlich wurden auch die Shops bereits darüber informiert und die Geräte entfernt, denn Vodafone darf die entsprechenden Smartphones nicht einmal bewerben.

Vodafone ist vollkommen unschuldig

Der Grund für das Verkaufsverbot ist laut den Kollegen von MobiFlip eine Verfügung des Patentverwerters Saint Lawrence Communications. Die Hersteller HTC, TCT und ZTE haben anscheinend gegen ein Patent zu „HD Voice“ verstoßen, weshalb jetzt das Verkaufsverbot in Kraft tritt. Bitter für Vodafone ist allerdings, dass der Mobilfunker offenbar nichts gegen die Verfügung tun kann. Es müssen sich die Hersteller und der Patenthalter einigen, bevor es beim Provider wieder Geräte von HTC, Alcatel, ZTE oder der eigenen Vodafone-Smart-Reihe zu kaufen gibt.

Wir haben bereits mit Vodafone Kontakt aufgenommen und warten auf eine offizielle Stellungnahme. Sobald es diesbezüglich Informationen gibt, werden wir sie hier natürlich nachreichen.

Quelle: MobiFlip

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