Als eines der ersten Fahrzeuge in der Kompaktklasse ist der neue Golf VII von Volkswagen jetzt mit teilautomatisierten Fahrfunktionen ausgestattet. Darüber hinaus ist das gesamte Interieur auf High-Tech getrimmt. 

 

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Oberklasse trifft Kompaktklasse

Nach dem Abgasskandal poliert die Wolfsburger Autoschmiede ihr Image wieder ordentlich auf. Mit Innovationen sollen Kunden von der Qualität der Volkswagen-Modelle überzeugt werden. Vor allem High-Tech-Liebhaber bekommen mit dem neuesten Update des Golf VII ein besonderes Kaufargument. Das Top-Infotainmentsystem „Discover Pro“ kommt neuerdings mit einem 9,2 Zoll in der Diagonale messenden Bildschirm daher. Über diesen können sämtliche Funktionen und Instrumente bedient werden. Erstmals in seiner Klasse ist der Golf jetzt zudem mit einer Gestensteuerung versehen. Bisher kannte man das nur aus diversen Luxus-Autos der Oberklasse wie beispielsweise dem neuen 7er von BMW. Neben dem Infotainmentsystem wurden auch die Instrumente des Tachometer durch eine digitale Version auf einem Display ausgetauscht.

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Der neue Golf fährt teilautonom

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Doch nicht nur das Interieur ist neu, es gibt auch noch ein Assistenzsystem, mit dem der neue Golf fast selbstständig durch die Straßen flitzen kann. „Mit dem Golf des Modelljahres 2017 bringen wir erstmals automatisierte Fahrfunktionen in die Kompaktklasse“, so Dr. Frank Welsch, Mitglied des Volkswagen Markenvorstands für den Geschäftsbereich Technische Entwicklung.

Durch die Fusion des Spurhalteassistenten Lane Assist und der automatischen Distanzregelung (ACC genannt), kann der Golf auf Wunsch das Steuer übernehmen und durch anstrengenden Stop-and-Go-Verkehr manövrieren. Das System funktioniert bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h. Bei Geschwindigkeiten über diesem Bereich muss der Fahrer wieder ans Steuer. Ein vollständiger Autopilot lässt also noch auf sich warten.

Fehlende Gesetzgebung

Die fehlende Integration eines vollständigen Autopiloten dürfte mehrere Gründe haben. Zum einen möchte sich Volkswagen wohl noch für den Nachfolger des Golf VII, der wieder eine komplett neue Optik bekommt, steigern können.

Der triftigste Grund dürfte aber die momentane Rechtslage sein. Im Moment gibt es nämlich noch keinen konkreten Rechtsrahmen, der Regulierungen von autonom fahrenden Autos vorgibt. Experten beschäftigt schon seit geraumer Zeit die Frage, was im Falle eines Unfalles passiert und wer die rechtlichen Konsequenzen tragen muss.

Weitere kleine Verbesserungen

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Neben dem neuen Infotainment- und Selbstfahr-System hat Volkswagen auch Modellpflege betrieben. Die Neuheiten werden von einer weiterentwickelten TSI-Motorenfamilie flankiert. Ein neuer Turbobenziner, „1.5 TSI Evo“ genannt, wartet mit 150 PS und adaptiver Zylinderabschaltung auf. Darüber hinaus kommt ein neuer BlueMotion-Motor mit 130 PS dazu. Der Golf GTI wird ab sofort mit 230 PS ausgeliefert und es gibt einen GTI Performance mit 245 PS. Zudem gibt es ein neues 7-Gang-DSG (Doppelkupplungsgetriebe).

Auch optisch hat sich etwas an dem neuen Golf geändert. Der Stoßfänger wurde überarbeitet, es gibt neue Halogenscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und Xenon-Scheinwerfer wurden durch Voll-LED-Scheinwerfer ersetzt. Alle Versionen erhalten übrigens Voll-LED-Rückleuchten, die über dynamische Blinker verfügen – ein schöner Effekt, den man bereits von Audi-Modellen kennt.

Quelle: Volkswagen

Der neue VW Golf 2016

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Thomas Lumesberger
Thomas Lumesberger, GIGA-Experte.

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