Britischer Premierminister will WhatsApp, Threema & Co. verbieten

Martin Malischek 13

Dem britischen Premierminister David Cameron sind Messenger mit Verschlüsselungsmethoden, die das Mitlesen von Nachrichten durch die Regierung unmöglich machen, ein Dorn im Auge: Die Anschläge auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo zeigten seiner Meinung nach, wie wichtig es sei, für die Sicherheit der Bürger sorgen zu können.

Britischer Premierminister will WhatsApp, Threema & Co. verbieten

Gegenüber verschlüsselten Messengern ist der jetzige Premierminister Großbritanniens David Cameron nicht wohlgesonnen. Bei einer Neuwahl im Mai werde er sich dafür einsetzen, verschlüsselte Messenger wie Snapchat und WhatsApp zu verbieten: „Werden wir Kommunikationsmittel erlauben, die wir nicht nicht mitlesen können? Meine Antwort auf diese Frage lautet: ‚Nein, das dürfen wir nicht.“ sagte er am Montag während einer Wahlkampfveranstaltung. Terroristen sollte nicht die Möglichkeit gegeben werden, sich abhörsicher absprechen zu können.

Premierminister David Cameron mahnt Ende-zu-Ende-Veschlüsselung an

Der Premierminister fordert einen Zugang auf über Messenger verschickte Nachrichten erhalten zu können, wenn dies erforderlich sei und vom zuständigen Innenminister genehmigt wurde. Bei einer Neuwahl werde er sich genau dafür einsetzen und Dienste, bei denen die Zugriffsmöglichkeit verwehrt wird, verbieten. Angesichts dessen, dass ein Abhören in Extremfällen bei Telefongesprächen sowie Briefen möglich sei, möchte er diesen Weg zur Sicherheit der Bürger ebenfalls bei modernen Kommunikationswegen einschlagen können.

Threema ist wohl der bekannteste Messenger, der auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzt, die bei der gesamten Kommunikation zum Einsatz kommt. Ebenso soll Snapchat zu der sicheren Sorte Messenger gehören: Der Dienst gibt an, die Bilder nach der Zustellung an den oder die Empfänger vom Server zu löschen. Neu im Bunde ist WhatsApp. Der im letzten Jahr von Facebook gekaufte Messenger setzt unter Android auf eine sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, jedoch nur bei Einzelchat-Textnachrichten, die zwischen Android-Nutzern ausgetauscht werden.

Quelle: Ars Technica, via Android Authority

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