Die Zukunft von WhatsApp (laut Telegram-Entwickler Pavel Durov)

Kamal Nicholas 3

Pavel Durov, einer der Entwickler hinter dem Messenger namens Telegram gibt in einem kurzen Artikel einen Ausblick daruaf, was wir in Zukunft von WhatsApp erwarten könnten.

Die Zukunft von WhatsApp (laut Telegram-Entwickler Pavel Durov)

Eigentlich klingt es etwas seltsam, dass der Entwickler eines Messengers für Mobilfunkgeräte einen Ausblick darauf gibt, was der Messenger eines anderen Entwicklers (der zufälligerweise auch der beliebteste ist) in Zukunft noch alles zu bieten haben dürfte. Doch Pavel Durov ist nicht einfach nur „irgend ein Entwickler“.

Bereits in der Vergangenheit gab es einen Schlagabtausch zwischen Jan Koum, seines Zeichens Gründer von WhatsApp und Pavel Durov. Koum sagte im Gespräch mit dem russischen Magazin „The Village“ über Durov, dass dieser „nur wüsste, wie man großartige Produkte wie Facebook und WhatsApp kopiere, er hatte nie und wird niemals originelle Ideen haben“.

Kommentiert wurde diese Aussage von Durov damals nicht und auch heute möchte der Entwickler keine Stellung dazu beziehen. Stattdessen wirft er einen Blick auf die Funktionen, die Telegram derzeit bereits bietet und gibt daraufhin einen Ausblick darauf, was WhatsApp-Nutzer innerhalb des nächsten Jahres erwarten dürften:

  • Die Möglichkeit, jegliche Dokumenten-Typen zu teilen. Zwar sollen diese in Zukunft nicht so groß sein können wie bei Telegram (bis zu 1 GB), sondern nur etwa 50 bis 100 MB, aber immerhin.
  • Eine Web-Version des eigenen Dienstes (z.B. web.whatsapp.com) wie es auch bereits bei Telegram der Fall ist. Dieser Sache ist sich Durov ganz sicher, da Jan Koum wohl einen der Telegram Web-Entwickler angeschrieben hatte, um ihn (erfolglos) für ein solches Projekt abzuwerben.
  • Ein Vertrieb zwischen multiplen Datenzentren auf der ganzen Welt für die schnellere Übermittlung von Nachrichten.
  • Ein Selbstzerstörungsmechanismus für Nachrichten. Der Messenger Line soll diese Funktion bereits recht plump kopiert haben und auch WhatsApp soll laut Durov dank der neuen Verschlüsselung eine solche Funktion in Zukunft erhalten.

Der Hauptauslöser für Durovs Ausblick dürfte die neue Sicherheitsmaßnahme sein, die in WhatsApp implementiert wurde. Bislang geriet WhatsApp immer wieder in die Kritik bezüglich Sicherheitslücken und Privatsphäre, mit der neuen Ende-zu-Ende -Verschlüsselung von TextSecure könnte diese Debatte nun ein Ende haben. Messenger wie Telegram haben ein solche Verschlüsselung bereits seit Beginn implementiert, WhatsApp ist in dieser Hinsicht also eher der Nachzügler.

Quelle: Pavel Durov (Medium) via Caschy, Artikelbild: Cronista

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