Facebook-WhatsApp Deal: EU fragt die Konkurrenz, ob der Deal ok ist

Kamal Nicholas 3

Facebook und WhatsApp – war da nicht was? Ach ja, der Messenger soll doch von Facebook für insgesamt 19 Milliarden Dollar (Cash und Aktien) übernommen werden. Doch die EU-Kommission hat noch ein Wörtchen mitzureden und wendet sich nun mit ein paar Fragen an die Konkurrenz.

Facebook-WhatsApp Deal: EU fragt die Konkurrenz, ob der Deal ok ist

Ein Deal wie die Übernahme von WhatsApp durch Facebook lässt sich natürlich nicht einfach durchführen, ohne dass die ganze Sache ordentlich geprüft wird. Immerhin geht es darum, dass kartellrechtliche Vorschriften und die Wettbewerbsbedingungen eingehalten werden.

Geprüft wird dies unter anderem von der EU-Kommission. Soll der Deal also tatsächlich zustande kommen, muss diese ihren Segen geben. Um nun in Erfahrung zu bringen, ob sie dies tun soll oder nicht, wendet die EU-Kommission sich offensichtlich an die Konkurrenz von Facebook, um dadurch in Erfahrung zu bringen, was die von der ganzen Sache halten.

Wer genau dabei befragt wird ist unbekannt, allerdings würde ich persönlich gerne die Antwort der direkten Konkurrenz hören. Ich stelle mir das folgendermaßen vor:

EU-Kommission: „Also, Facebook will ja WhatsApp für 19 Milliarden Dollar übernehmen. Klar, das ist schon eine ordentlich Summe, aber wer versteht schon die jungen Unternehmen von heute, nicht wahr? Wie auch immer, was halten Sie als direkter Konkurrent davon, dass Facebook und WhatsApp es ihrem Geschäft in Zukunft noch wesentlich schwerer machen dürfte?“

Konkurrent X: „Cool, cool, ich hab damit kein Problem!“

Konkurrent Y: „Easy, Konkurrenz belebt das Geschäft“.

Wahrscheinlich wird das so allerdings nicht der Fall sein. Es dürfte dennoch sehr interessant werden, wie die EU-Kommission mit den Antworten umgehen wird und wie sich dieser ganze Deal in der Zukunft entwickelt.

Quelle: Wall Street Journal via Engadget, Artikelbild: Infocourse

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