Stärkere Regulierung: EU-Kommission knöpft sich WhatsApp, Skype und Co. vor

Rafael Thiel

Die EU möchte offenbar Stärke zeigen und es mit WhatsApp, Skype und Co. aufnehmen. Einem Bericht zufolge plant die EU-Kommission auch Internetdienste mit Telekommunikation-Funktionen an die Sicherheits- und Vertraulichkeitsauflagen der EU zu binden. Damit wären diese Unternehmen ähnlichen Regeln wie etwa die Deutsche Telekom unterworfen.

Stärkere Regulierung: EU-Kommission knöpft sich WhatsApp, Skype und Co. vor
Bildquelle: linus_art/flickr.com.

Zum aktuellen Zeitpunkt dürfen Unternehmen wie WhatsApp und Skype praktisch regulierungsfrei agieren. Das soll sich laut der Financial Times jedoch in Kürze ändern. Demnach plant die EU-Kommission die Telekommunikations-Spielregeln auf Internetdienste auszuweiten. Damit wären etwa Facebook und Microsoft, jeweils Inhaber von WhatsApp und Skype, dazu verpflichtet, auf Anfragen Sicherheitsbehörden zu reagieren. Zudem blühen den Konzernen dann härtere Regelungen bezüglich des Umgangs mit Nutzerdaten. Auch Google wäre betroffen.

Einheitliche Rahmenbedingungen seitens der EU werden bereits seit geraumer Zeit von Konzernen wie der Deutschen Telekom, der Telefónica aus Spanien oder der französischen Orange gefordert. Die Telekommunikations-Riesen berufen sich dabei darauf, dass die Internetdienste effektiv dieselben Leistungen bringen und sich dementsprechend auch an dieselben Spielregeln halten sollten. Den Unternehmen sind in den vergangenen Jahren aufgrund der kostenlosen Onlinedienste Milliardenumsätze weggebrochen.

Vorstellung der neuen Regeln im September

Die neuen Regeln kommen gemäß des Berichts jedoch noch nicht einer Gleichstellung gleich. Allerdings könnten immerhin jene Internetdienste, wo der Nutzer eine Rufnummer wählen kann, eventuell unter die härteren Regelungen der klassischen Telekommunikationsanbieter fallen. Der Entwurf soll im Rahmen einer groß angelegten Neuausrichtung der Telekomregeln im September vorgestellt werden. Die EU-Kommission wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Quelle: Financial Times via Computer Base

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