WhatsApp vs. Email: Neue Funktionen für Desktop-Version geplant

Tuan Le 6

WhatsApp will die Welt nicht nur als Instant Messenger erobern, sondern soll auf lange Sicht wohl auch zu einer ernstzunehmenden Alternative für die klassische E-Mail werden. Im Zuge dessen, so ließ Chef Jan Koum verlaufen, werde unter anderem auch die Desktop-Version bald weitere Funktionen erhalten.

Video: So funktioniert WhatsApp Web

WhatsApp am PC nutzen – so funktioniert WhatsApp Web.

Es ist mittlerweile kaum noch vorstellbar, dass WhatsApp irgendwann wieder aus der Kommunikation der Menschen untereinander verschwinden wird: Kein anderer Dienst zum Versenden von Nachrichten ist in der modernen Welt derart präsent wie die von Jan Koum 2009 ins Leben gerufene Chat-App – nun, wenn man von E-Mails absieht. Tatsächlich hat Koum offenbar schon längst ins Auge gefasst, WhatsApp auch in dieser Hinsicht zu erweitern und künftig für Mitarbeiter in einem Unternehmen zur ersten Wahl zu machen, wenn es um die professionelle Kommunikation geht.

„Nutzer können heute schon PDF-Dateien per WhatsApp verschicken. Künftig werden wir weitere Dateiformate hinzufügen, auch für Mitarbeiter in Unternehmen, die Geschäftsdateien austauschen wollen.“ - Jan Koum

Eigenen Angaben zufolge benutzt Koum schon jetzt WhatsApp auch für geschäftliche Dinge – etwa um zu verhindern, dass Nachrichten nicht gelesen werden oder im Spam-Ordner landen. Außerdem hat man in der jüngeren Vergangenheit mit Features wie dem Dokumentenversand und nicht zuletzt der globalen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Nutzer weitere wichtige Funktionen implementiert, die für den professionellen Gebrauch von WhatsApp von Relevanz sind.

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WhatsApp Web wird ausgebaut: Erster Schritt ist der Dokumentenversand

Freilich ist es von einem einfachen (wenngleich enorm populären) Chat-Messenger zu einer Alternative zur E-Mail ein weiter Weg: E-Mail-Adressen werden für professionelle Zwecke eher ausgetauscht als Telefonnummern – da schließlich nicht jeder eine zweite Handynummer für die Arbeit besitzt – und auch die Möglichkeiten sind bei WhatsApp derzeit noch vergleichsweise eingeschränkt. Dass WhatsApp die E-Mail verdrängt, erscheint daher abwegig. Vielmehr könnte der Messenger aber zumindest in bestimmten Teilbereichen, etwa bei der firmeninternen Kommunikation, die effektivere Variante sein. Auch hier ist die Konkurrenz aber groß: In der jüngeren Vergangenheit hat sich vor allem Slack als eine der populärsten Plattformen für die Kommunikation im Büro herauskristallisiert.

Damit WhatsApp hier mithalten und zu einer ernstzunehmenden Alternative werden kann, muss noch einiges getan werden. Ein besonders wichtiger Punkt ist hierbei die Web-Version, die über den Desktop die Nutzung von WhatsApp ermöglicht, derzeit aber noch recht rudimentär daherkommt. So lassen sich im Moment am Rechner ausschließlich Fotos und Videos versenden, was sich aber in Zukunft ändern wird. Als erster Schritt soll zunächst der Versand von Dokumenten, so deutet Koum an, über WhatsApp Web möglich gemacht werden – eine Funktion, die schon bei der Einführung für die Smartphone-Version bei den Nutzern für viel Begeisterung sorgte.

Noch viel Arbeit notwendig

Gerade im eigenen Bekanntenkreis, wo man vielleicht gar nicht die E-Mail-Adresse des Kontakts kennt, diesen aber bei WhatsApp hat, könnte der Versand von Dokumenten über WhatsApp tatsächlich zur deutlich komfortableren Alternative zur Mail werden. Dennoch: Bis große Unternehmen gewillt sind, sich bei der Kommunikation auf WhatsApp zu verlassen, muss noch einiges geschehen – insbesondere, was die Reputation der Chat-App im Hinblick auf die Zuverlässigkeit angeht.

via Netzökonom

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Video: WhatsApp: Telefonate führen

WhatsApp: Telefonate führen.

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