Facebook kauft WhatsApp: Was bedeutet dies für die Nutzer? (mit Kommentar)

Johannes Kneussel 8

Die Nachricht ist gestern eingeschlagen wie eine Bombe. Facebook kauft WhatsApp! Ein noch größerer Deal als der von Google, als es Motorola an Lenovo verkauft hat. Doch was bedeutet das jetzt konkret für uns Nutzer? Wird alles schlimmer? Oder besser?

Facebook kauft WhatsApp: Was bedeutet dies für die Nutzer? (mit Kommentar)

Unglaubliche 19 Milliarden Dollar will Facebook für das 50 Mann starke Unternehmen zahlen. Alle Informationen dazu hat Jens für euch in einer ausführlichen News zusammengefasst. Zum Vergleich: Google hat für Motorola gerade einmal 2,91 Milliarden erhalten.

WhatsApp selbst sagt, dass sich gar nichts ändern wird:

„Here’s what will change for you, our users: nothing.

WhatsApp will remain autonomous and operate independently. You can continue to enjoy the service for a nominal fee. You can continue to use WhatsApp no matter where in the world you are, or what smartphone you’re using. And you can still count on absolutely no ads interrupting your communication. There would have been no partnership between our two companies if we had to compromise on the core principles that will always define our company, our vision and our product.“

So viel kann ich euch schon einmal versprechen: Das wird so nicht zutreffen.

Zunächst einmal, und davon kann man mit großer Sicherheit ausgehen, dürfte sich an dem Messenger wenig verändern. Dass WhatsApp plötzlich Werbung schalten wird, bezweifel ich sehr stark. Positiv könnte sich sogar auswirken, dass Facebook den Messenger komplett kostenlos anbieten wird. Bisher hat er nach einiger Zeit Geld gekostet, wobei ich WhatsApp seit Jahren nutze und noch nie aufgefordert wurde, dafür zu bezahlen. Zwar hat auch Facebook gesagt, dass man weiterhin 89 Cent bezahlen müssen wird, aber hier darf man skeptisch sein, immerhin ist die Nutzung von Facebook komplett kostenlos.

Wachstum des Messengers

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Apple, Google, WhatsApp … so habt ihr die Firmenlogos noch nie gesehen.

Verschmelzung von WhatsApp und Facebook Messenger?

Werden der Facebook Messenger und WhatsApp verschmelzen? Das ist für die ferne Zukunft nicht wirklich ausgeschlossen. Wir gehen aber davon aus, dass die beiden erst einmal nebeneinander existieren werden. Eventuell wird es möglich sein, WhatsApp-Kontakte in den Messenger zu importieren und umgekehrt. Bis es zu einer Verschmelzung kommt, wird es mindestens ein paar Jahre dauern. Fall so etwas überhaupt passiert.

Zuckerberg hat jedenfalls gesagt, dass WhatsApp unabhängig bleiben wird. Natürlich sollte man sich auf solche Aussagen nicht verlassen.

Das WhatsApp-Logo

Noch mehr Informationen bei Facebook

Wie unabhängig WhatsApp auch bleiben wird, eins dürfte klar sein: Die Informationen, die man mit dem beliebten Messenger sammeln kann, wird sich Facebook nicht entgehen lassen. Die Firma ist zurecht als Datenkrake bekannt und die 19 Milliarden hat man auch dafür bezahlt, um an noch mehr Nutzerdaten zu kommen, da müssen wir uns nichts vormachen.

Um die Dimensionen dieses Deals noch mal klar zu  machen: Der Betrag entspricht ungefähr dem Marktwert von Adidas. Und das für ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern!!!

Whatsface?

Massenabwanderung zu anderen Messengern? Alternativen zu WhatsApp?

Wir glauben nicht daran, dass es nun zu einer Massenabwanderung von  Nutzern zu anderen Diensten kommen wird. Schon jetzt weiß man nicht viel über die Firma und ihre Datenschutzmoral. Mit Facebook wird das nicht viel anders werden und den meisten Nutzern wird es, wie die Erfahrung zeigt, ziemlich egal sein.

Falls ihr trotzdem Lust habt, den Messenger-Dienst zu wechseln, schaut euch doch einmal unseren Artikel zu den besten WhatsApp-Alternative an.

Its WhatsApp böse? Und Facebook noch schlimmer? Das hat sich Jens gefragt.

Und was ist mit den Mitbewerbern?

Alle anderen Messenger können sich erst einmal warm anziehen. Facebook wird WhatsApp sicherlich großflächich promoten und versuchen, die Verbreitung noch zu vergrößern. Gleichzeit könnte der Deal natürlich eine Chance für die Konkurrenten sein, einige Nutzer dazu zu gewinnen. Aber wie gesagt, hier sind wir skeptisch, ob man die Nutzer überzeugen kann, zu wechseln.

Am bedenklichsten an dieser Entwicklung ist es sicherlich, dass dass Facebook nun über noch mehr Daten verfügt. Auch wenn WhatsApp in dieser Beziehung nie klar Stellung bezogen hat, ist es doch unheimlich, dass Facebook eben noch einmal 450 Millionen Nutzerdatensätze hinzubekommt. Überlegt euch also gut, ob Facebook wirklich so viele Informationen über euch haben soll.

Nutzt ihr den WhatsApp-Status?

Bilder, Texte und Videos 24 Stunden mit seinen Freunden teilen. Das ist der WhatsApp-Status. Wir wollen von euch wissen: Nutzt ihr diese Funktion?

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