WhatsApp und Co.: Wieso ich immer noch nicht auf SMS verzichten kann (Kommentar)

Johannes Kneussel 19

Nachdem die SMS ihren Siegeszug von den 90ern bis in die 2000er fortsetzen konnte, hat der Dienst mittlerweile seinen Zenit überschritten. Messenger wie WhatsApp und ähnliche machen der guten, alten Kurznachricht zunehmen das Leben schwer. Doch können sie die SMS immer komplett ersetzen?

Die SMS war eigentlich nur ein Nebenprodukt der mobilen Telefonie. Trotzdem machen die Mobilfunkanbieter ein riesiges Geschäft damit, denn SMS waren teuer (und sind es noch immer), während nur minimale Datenmengen übertragen werden müssen. Schon alleine dies ist ein guter Grund dafür, auf Messenger umzusteigen, die nur das Datenvolumen belasten.

Aber neben den Kosten gibt es noch viele weitere Gründe, wieso die SMS gegen Over-the-top-Messenger keine Chance hat. Man kann mit WhatsApp Bilder und Sprachnachrichten versenden, einen flotten Spruch in den Statusbereich legen und oft, wie beim Facebook-Messenger, sehen, ob die Nachricht bereits gelesen wurde.

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Trotzdem haben die modernen Messenger für mich einige Nachteile, die mich dazu zwingen, in speziellen Situationen immer noch auf die SMS zurückzugreifen. Diese möchte ich euch im Folgenden nennen.

  • Die Übertragung von Nachrichten kann teilweise mehrere Minuten bis teilweise sogar Stunden in Anspruch nehmen. Gerade in zeitkritischen Situationen kann dies inakzeptabel sein.
  • Damit verbunden sind auch die unzuverlässigen Server von WhatsApp. Es kommt zwar nicht allzu häufig vor, aber diese sind immer mal wieder überlastet oder gar nicht erreichbar.
  • Bei einer schlechten Datenverbindung kann es durchaus vorkommen, dass Nachrichten von WhatsApp nicht ankommen oder nicht abgesendet werden. SMS lassen sich bei einem Balken Empfang aber ohne Probleme abschicken oder empfangen.
  • Klar, WhatsApp ist plattformübergreifend. Aber immer noch gibt es einige Leute in meiner Kontaktliste, die ich mit dem Messenger nicht erreichen kann. Dies wird sich wohl auch nicht so schnell ändern.

Ihr seht: Meine Hauptkritik lässt sich eigentlich unter dem Punkt Zuverlässigkeit zusammenfassen. In bestimmten Situationen lässt einen WhatsApp durchaus im Stich. Zugegeben, dies ist mir bis jetzt vielleicht zehn Mal passiert, ärgerlich ist es aber trotzdem und es zwingt einen, auf den teuren SMS-Dienst zurückzugreifen.

Auch die Plattformabhängigkeit ist immer noch ein Problem. Ich kann nicht alle Leute mit dem Dienst erreichen, die ich gerne erreichen würde. Und dabei ist WhatsApp einer der verbreitetsten Dienste. Mit Hangouts sieht dies noch schlechter aus. Wieso gibt es für WhatsApp keinen offiziellen Desktopklienten?

WhatsApp Messenger
Entwickler:
DUALSPACE
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Messenger
Preis: Kostenlos
Hangouts
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

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