Mark Zuckerberg, Gründer des populärsten Social Networks des Planeten, soll einem Bericht von Reuters zufolge mit dem chinesischen Smartphone-Hersteller Xiaomi in Verbindung getreten sein. Der Facebook-CEO und Xiaomi-Chef Lei Jun sind miteinander befreundet, bei dem Treffen der Unternehmr im Oktober vergangenen Jahres soll es aber auch auch um handfeste Investitionen und mögliche Kooperationen gegangen sein.

Der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi stellte vor gerade mal drei Jahren sein erstes Smartphone vor, hat es aber innerhalb kürzester Zeit zum Marktführer in China und zwischenzeitlich zur weltweiten Nummer 3 unter den Smartphone-Produzenten geschafft. Nach der Motorola-Übernahme durch Lenovo steht das Unternehmen zwar nur noch auf Rang 4 der erfolgreichsten Smartphone-Hersteller, orientiert sich aber trotzdem nach oben. Denn während man innerhalb Asiens bereits große Erfolge feiern konnte, steht die große globale Expansion bislang noch aus -- es mangelt Xiaomi noch an internationaler Reputation und einem ausreichend großen Bekanntheitsgrad. Um dies zu ändern, fanden im vergangenen Jahr, einem Bericht der Agentur Reuters zufolge, Verhandlungen mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg statt.

Xiaomi als Tor für Facebook nach China?

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Mark Zuckerberg ist als Gründer des Sozialen Netzwerkes Facebook bekannt -- und mit dem Xiaomi-CEO Lei Jun recht gut befreundet. Insider berichten nun, dass es bei einem privaten Dinner in Beijing, das im vergangenen Oktober stattfand, unter anderem um die Besprechung möglicher Investitionen seitens Facebook in das chinesische Unternehmen ginge. Geld spielte hierbei eine untergeordnete Rolle -  Xiaomi erwirtschaftete 2014 knapp 12 Milliarden US-Dollar und wird nach einer Finanzspritze in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar durch Investoren auf einen Marktwert von 45 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Interessanter als zusätzliches Kapital sind für Xiaomi aber die 1,3 Milliarden Facebook-Nutzer, deren Aufmerksamkeit sich der chinesische Konzern im Zuge einer Kooperation mit Facebook sichern könnte. Umgekehrt gibt es so ziemlich genauso viele Menschen in China, die Zuckerberg möglicherweise über Xiaomi für Facebook begeistern wollte. Auch Unternehmensanteile seien für Zuckerberg möglicherweise als Gegenleistung interessant. Bislang führten die Verhandlungen aber zu keinem Ergebnis, offiziell Stellung beziehen zu den Gerüchten wollten beide Parteien ebenfalls nicht.

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Politische Umstände verhinderten erfolgreiche Kooperation

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Tatsache ist, dass Facebook -- wie zahlreiche andere US-amerikanische Plattformen auch - von den chinesischen Zensurbehörden seit 2009 gesperrt ist und daran auch eine Kooperation mit Xiaomi sicherlich nichts geändert hätte. Ebenso befürchtete das chinesische Smartphone-Unternehmen politische Konsequenzen, sollte man sich zu Promotion-Zwecken mit dem von der chinesischen Regierung als Sicherheitsrisiko empfundenen Social Network verbünden. Facebook Anteile am Unternehmen abzutreten und im Gegenzug dafür Werbung im sozialen Netzwerk zu erhalten, schien angesichts drohender Sanktionen durch die Behörden das Risiko nicht wert zu sein.

Es bleibt abzuwarten, ob sich hier in Zukunft nicht doch noch eine Kooperation ergibt. Zuckerberg hat schließlich nach wie vor die Vision, irgendwann mit Facebook auch die chinesischen Nutzer zu erreichen. An seinen Mandarin-Kenntnissen hat der CEO - der im Übrigen mit der chinesisch-vietnamesischen Medizinerin Priscilla Chan verheiratet ist - zumindest bereits fleißig gefeilt, wie er bei seinem Besuch in Beijing ebenfalls bewies:

Mark Zuckerberg spricht chinesisch

Quelle: Reuters

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