Xiaomi reitet nach wie vor auf einer Welle des Erfolgs: Stand Juli ist der chinesische Hersteller wie gehabt das wertvollste Startup-Unternehmen weltweit – noch vor Uber, AirBnB, SpaceX oder Dropbox. Mit einer Bewertung von 46 Milliarden US-Dollar ist der Vorsprung auf den zweiten Podestplatz zudem bereits jetzt recht angenehm. Das Ende der Fahnenstange scheint für Xiaomi überdies noch lange nicht erreicht.

4,8 Milliarden US-Dollar beträgt der Vorsprung von Xiaomi auf Uber; der neue Erzfeind aller herkömmlichen Taxianbieter rangiert auf Platz Zwei der Liste der wertvollsten Startups. Mit AirBnB findet sich ein weiterer Dienstleister auf dem dritten Rang, ist aber mit einem Wert von 25,5 Milliarden US-Dollar schon relativ weit abgeschlagen. Im „Club der Milliarden-Startups“, wie das Wall Street Journal die Erfassung plakativ betitelt, finden sich aber auch noch ein paar weitere Tech-Firmen: Snapchat nimmt den vierten Platz ein (16,0 Milliarden US-Dollar), mit Pinterest und Dropbox liegen zwei weitere bekannte Android-Apps auf den Plätzen 9 und 10. Spotify (Platz 14, 8,5 Milliarden US-Dollar) liegt ebenfalls noch in den Top 15, ebenso wie DJI, bekannt für Drohnen für den Privatgebrauch.

Über allen diesen Unternehmen thront aber Xiaomi – mittlerweile bereits einige Monate lang: Ende des Vorjahres gelang erstmalig der Sprung auf Platz 1, damals mit einer Bewertung von 45 Milliarden US-Dollar. Die konnten nun also abermals getoppt werden, was aber wohl nach wie vor nicht das Ende der Entwicklung bedeuten dürfte: In China liegt der 2010 gegründete Hersteller nur ganz knapp hinter Apple, Tendenz steigend. Bereits Anfang des Jahres hieß es, Xiaomi konnte die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr verdreifachen – und dass, obwohl die Geräte in Europa noch gar nicht offiziell oder gar flächendeckend erhältlich sind. Seit Mitte Mai kann hierzulande zwar auch problemlos über den Mi Store von Xiaomi geshoppt werden, bislang ist allerdings lediglich Zubehör erhältlich.

Man darf also gespannt sein, wie sich die Zahlen entwickeln, wenn der Hersteller erst einmal weltweit in den Regalen zu finden ist - die Richtung scheint auf alle Fälle zu stimmen.

Quelle: WSJ