Xiaomi: Hugo Barra bezieht Stellung zu Privatsphäre-Vorwürfen

Tuan Le 6

Dass Xiaomi gute Smartphones baut, steht sicherlich nicht zur Debatte - ganz im Gegensatz zur Einstellung des Unternehmens zum Thema Datensicherheit. Kürzlich sorgte die Entdeckung, dass das chinesische Unternehmen Daten von Besitzern des Xiaomi RedMi Note ungefragt auf die eigene Server hochlädt, für viel Aufregung in der Nutzerschaft. Nun hat sich Hugo Barra, Ex-Googler und Xiaomis Vize-CEO, zu der Thematik informell geäußert und derartige Anschuldigungen rigoros abgewiesen.

Xiaomi: Hugo Barra bezieht Stellung zu Privatsphäre-Vorwürfen

Ursprünglich ging es bei der vor kurzem entflammten Diskussion um die Privatsphäre bei Xiaomi vor allem um das RedMi Note, ein kostengünstiges Phablet, bei dem angeblich sensible Nutzerdaten ungefragt und unbemerkt auf die chinesischen Server von Xiaomi hochgeladen werden. Dabei sollen Kurznachrichten und Bilder an Server in China geschickt worden sein, die dem Unternehmen gehören. Den Vorwurf des verantwortungslosen Umgangs mit sensiblen Nutzerdaten konnte Xiaomi bisher mit einigen vagen Begründungen nicht aus der Welt schaffen. Nun hat sich aber auch Hugo Barra eingeschaltet und auf Google+ einige Fragen zum Thema Datensicherheit bei Xiaomi beantwortet. So seien die Informationen bezüglich des Austauschs der Daten mit chinesischen Servern falsch interpretiert worden: Anstelle von sensiblen Daten rufe MIUI lediglich vorgefertigte Grußnachrichten sowie OTA-Benachrichtigungen ab, wodurch der ominöse Traffic entstünde.

Bereits zuvor hatte Xiaomi angegeben, dass die Datenübertragung mit den chinesischen Servern nur zu Backup-Zwecken geschehe und Barra spezifiziert diesen Punkt in seinem Statement noch genauer. So sei die Backup-Funktion von MIUI nicht nur im vornherein deaktiviert und müsse durch die Anmeldung in einen entsprechenden Account eingeschaltet werden. Darüber hinaus könne die Backup-Funktion auch jederzeit vollständig deaktiviert werden, zudem werden die Daten mit einem speziellen Algorithmus verschlüsselt, sodass eine ausreichende Wahrung des Datenschutzes gegeben sei. Warum man diesen Behauptungen von Barra Glauben schenken sollte, erläutert selbiger ebenfalls sogleich. Xiaomi könne es sich als international agierendes Unternehmen kaum leisten, die Privatsphäre der Nutzer derart mit den Füßen zu treten. Ob man dies allerdings für ein ausreichend überzeugendes Argument hält, muss jeder Smartphone-Nutzer wohl für sich entscheiden.

Glaubt ihr an die Privatsphäre bei Xiaomi? Oder ist der moderne Smartphone-Nutzer gezwungenermaßen ohnehin schon zum gläsernen Bürger geworden? Meldet euch unten in den Kommentaren zu Wort.

Quelle: Hugo Barra @ Google+

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