Zubehör, aber keine Smartphones: Xiaomi wird in den nächsten Monaten seinen Mi-Store für europäische Kunden öffnen, wie Hugo Barra auf dem MWC 2015 bekanntgab. Einziger Wermutstropfen: Im Onlinestore wird bis auf Weiteres nur Zubehör verkauft. Auf die Smartphones des chinesischen Herstellers müssen Europäer also weiterhin warten. 

Während einer Fragestunde auf dem MWC 2015 gab Hugo Barra, ehemaliger Google-Manager und jetzt verantwortlich fürs internationale Geschäft Xiaomis, Auskünfte über die Expansionspläne des Smartphone-Startups. Laut Barra wird bald auch in Europa, wie schon zuvor in den USA, der Mi-Store eröffnen. Doch statt Smartphones wird in den virtuellen Regalen lediglich das offizielle Zubehör Xiaomis zu kaufen sein, schränkte Barra ein. Dazu zählt dann beispielsweise das kürzlich vorgestellte Mi-Band, die Kopfhörer des Unternehmens oder auch externe Akkus. Auf die günstigen und gleichzeitig gut ausgestatteten Smartphones Xiaomis, man denke etwa an das Mi Note (Video unten) oder RedMi 2, müssen wir in der Alten Welt also noch warten.

Xiaomi Mi Note - Hands-On

Dem Manager zufolge konzentriere sich Xiaomi derzeit voll und ganz auf den asiatischen Markt und dort insbesondere auf Indien, das laut Barra zum wichtigsten Auslandsmarkt für Xiaomi geworden ist. Dass Xiaomi einen weiten Bogen um westliche Märkte macht, überrascht nicht: Bereits Ende Januar erklärte Hugo Barra in einem BBC-Interview, dass sich der Hersteller zunächst auf Entwicklungs- und Schwellenländer konzentrieren wolle, da man mit günstigen Smartphones hier die größte Durchschlagskraft habe. Eine Expansion nach Europa und in die USA sei zwar defintiv geplant, doch die werde noch einige Jahre auf sich warten müssen.

Der Fokus auf Asien tut Xiaomis Erfolgskurs bisher ohnehin keinen Abbruch: Je nach Marktforschungsinstitut liegt das Unternehmen auf Platz 3 oder 4 der größten Smartphone-Hersteller der Welt, im vergangenen Jahr konnte Xiaomi gar Samsung vom Smartphone-Thron in China stoßen und die eigenen Absatzzahlen verdreifachen. Nicht schlecht für ein Unternehmen, das erst 2010 gegründet wurde.

Quelle: Cnet