Der neue CEO von Xiaomi hat in einem Interview über die Ausweitung des Marktes nach Europa gesprochen. Das Ganze könnte seinen Worten zufolge durchaus in absehbarer Zeit über die Bühne gehen.

Nachdem Hugo Barra, der vorher die internationale Expansion übersah, das chinesische Unternehmen verlassen hat und nun bei Facebook arbeitet, hat Wang Xiang das Ruder übernommen und wurde zum neuen CEO. In einem Interview sprach er über die zukünftigen Pläne hinsichtlich Expansion und Erschließung neuer Märkte.

Auf die Frage, ob und wann Xiaomi nach Europa oder in die USA kommt, antwortete Wang mit ähnlichen Worten wie noch Hugo Barra. Es sei geplant, diese Länder beziehungsweise Kontinente mit den eigenen Geräten zu bedienen, allerdings sei dafür noch viel Arbeit von Nöten. Für den Marktstart soll alles perfekt sein und sämtliche mögliche Probleme sollen bereits vorab geklärt und im Idealfall gänzlich vermieden werden. Auf eine Schnellschussaktion, bei der möglicherweise alles schiefgeht, will sich der Konzern nicht einlassen. Vor allem die unterschiedlichen Funkfrequenzen und die Anpassungen für die Mobilfunkanbieter bereiten dem Unternehmen noch Kopfzerbrechen, so Wang.

Als Zeitangabe für einen Marktstart in den USA nennt der CEO die nächsten zwei Jahre. Ob das auch für Europa gilt, ist unklar. Allgemein wurde in dem Interview mehr über die Pläne für die Vereinigten Staaten gesprochen, als über jene für Europa.

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Die ersten Schritte wurden schon gemacht

Bereits in der Vergangenheit gab es mehrfach die Gerüchte, dass ein hiesiger Markstart von Xiaomi bevorsteht. Mitte 2015 ging der Mi Store an den Start, in dem einige Produkte des chinesischen Unternehmens auch nach Deutschland bestellt werden konnten. Darüber hinaus startete Ende letzten Jahres schließlich der polnische Mi Store, über den zumindest Interessenten aus Polen sämtliche Smartphones des Herstellers bestellen können. Ein baldiger EU-Start wäre somit durchaus denkbar.

Quelle: Cnet