Let's Plays: Das ist die wissenschaftliche Erklärung, warum wir anderen beim Spielen zusehen

Sebastian Moitzheim 11

Warum schauen so viele junge Gamer Let’s Plays? Das ist ausnahmsweise mal keine empörte rhetorische Frage, denn offenbar gibt es tatsächlich eine gute, wissenschaftliche Erklärung für die Beliebtheit von PewDiePie und Co.

Let's Plays: Das ist die wissenschaftliche Erklärung, warum wir anderen beim Spielen zusehen

Let’s Plays sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung, vor allem für viele Teenager – und ein Grund zur Verwirrung für so manchen Gamer, der seine Teeniejahre schon hinter sich hat: Warum schaut man anderen dabei zu, wie sie Videogames spielen, anstatt selbst zu zocken?

Ich gebe zu, diese Frage habe ich mir schon das ein oder andere Mal gestellt. Ich dachte, es wäre eher eine rhetorische Frage, aber wie sich jetzt herausstellt, gibt es tatsächlich eine Antwort darauf – ja, es gibt eine wissenschaftliche Erklärung für die Beliebtheit von Let’s Plays.

Laut einem Autor des Kotaku-Community-Blogs Talk Amonst Yourselves, liegt die Erklärung in den sogenannten Spiegelneuronen. Dies sind Zellen im menschlichen Gehirn, die sowohl dann reagieren, wenn man eine Tätigkeit selbst ausführt, als auch dann, wenn man jemand anderen dabei beobachtet, wie er diese Tätigkeit ausführt. Demnach passiert in unserem Gehirn also dasselbe, wenn wir Let’s Plays gucken, wie wenn wir selbst spielen.

Hinzu kommt unsere Fähigkeit zur Empathie, also die Fähigkeit, die Gefühle anderer nachvollziehen zu können (die möglicherweise auch auf den Spiegelneuronen basiert). Schauen wir jemand anderem beim Spielen zu, können wir also ein Stück weit seine Gefühle nachvollziehen, erleben das Spiel sozusagen mit ihm. Ob das bedeutet, dass diejenigen von uns, die Let’s Plays langweilig finden, nicht empathiefähig sind, sei an dieser Stelle mal dahingestellt.

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