Vevo: Musikvideo-Plattform in Deutschland mit GEMA-Segen – YouTube schaut in die Röhre

Andreas Floemer 10

YouTube könnte in Deutschland in diesem Jahr ernste Konkurrenz bekommen, zumindest, wenn es um die Wiedergabe von Musikvideos geht. Denn die US-Musikplattform Vevo hat sich mit der GEMA geeinigt, und hat angekündigt noch in diesem Jahr in Deutschland zu starten – Googles Videoplattform hatte sich bis dato nicht mit der Verwertungsgesellschaft einigen können. 

Vevo: Musikvideo-Plattform in Deutschland mit GEMA-Segen – YouTube schaut in die Röhre

Wer kennt das nicht: man stöbert auf YouTube nach einem Video seines Lieblingsmusikers, oder möchte sich ein Sportvideo oder Ähnliches ansehen und plötzlich erscheint anstelle Clips der Hinweis: „Dieses Video ist in ihrem Land nicht verfügbar.“ Frustrierend und ärgerlich. Dies will der Anbieter der Musikplattform Vevo nun ändern. Vevo will seinen Unterhaltungskanal bis Ende dieses Jahres sowohl für Desktop-PCs, Apple TV, Microsofts Xbox, aber auch für Smartphones und Tablets in Deutschland anbieten – dieses soll nach aktuellen Informationen komplett kostenlos sein und über 75.000 Videos liefern. Die Finanzierung des Dienstes findet wie auch beim deutschen Anbieter Tape.tv durch Werbeeinblendungen statt.

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Bis Google sich nicht mit der GEMA geeinigt hat, wird es weiterhin diese Sperrtafeln auf YouTube geben

Hinter Vevo steht übrigens kein kleines Startup-Unternehmen, sondern es gehört den großen Musiklabels Sony und Universal Music. Allerdings besitzen auch Abu Dhabi Media und sogar Google einen Anteil an der Plattform, weshalb ein Großteil der Videos auch auf YouTube zu finden sind. Dem Internetunternehmen gehören 10 Prozent an Vevo. Trotz Nähe zu dem Internetriesen muss der Deutschlandstart aufgrund fehlender GEMA-Lizenzierung YouTubes indes ohne Google stattfinden, so Vevo-Boss Nic Jones. Für Vevo ist dies eine besondere Situation, denn die Musikplattform setzt international auf Googles Videoplattform. So soll nach Angaben von Adage nur 30 Prozent des Traffics, beziehungsweise der Views in den USA, Kanada und Europa nicht über YouTube kommen.

Der Dienst ist in Deutschland weitestgehend unbekannt, dennoch beabsichtigt Vevo keine große analoge Werbekampange starten sondern lediglich Online auf sich aufmerksam machen, so W&V. Sofern die Qualität stimmt, dürfte es mit einem Durchbruch dennoch klappen, schließlich ist die Konkurrenz nicht allzu groß.

Quelle: W&V

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