YouTube: Google bestätigt werbefreies Abo-Angebot

Tuan Le 9

„Sie können diese Anzeige in 5 Sekunden überspringen“ - viele werden diese Meldung vom Surfen auf YouTube vermutlich kennen. In Zukunft wird die Werbung auf der Videostreaming-Plattform allerdings gänzlich verschwinden, zumindest gegen einen kleinen Obolus. In einem Schreiben hat Google bekannt gegeben, dass Kunden sich mit einem kostenpflichtigen monatlichen Abonnement sämtlicher Werbung entledigen können.

YouTube: Werbefrei für vermutlich 9,99 Euro

Google versucht sich an neuen Wegen der Monetarisierung und will YouTube-Nutzern künftig die Wahl überlassen, ob sie lieber durch das Betrachten von Werbung oder die Bezahlung eines monatlichen Abos die Plattform finanzieren möchten. Dies geht aus einer Nachricht hervor, die Google aktuell an seine YouTube-Partner verschickt hat. Wer also keine Lust mehr darauf hat, vor gefühlt jedem zweiten Video einen Werbeclip wegklicken zu müssen, kann monatlich einen gewissen Betrag – wie viel genau, ist bislang noch nicht bekannt, man spekuliert aber auf 9,99 Euro – an Google bezahlen und wird daraufhin von sämtlichen Werbeeinblendungen verschont. Voraussichtlich betrifft dies nicht nur die im Video eingeblendete Werbung, sondern auch die ansonsten an anderen Stellen zu sehenden Banner.

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Die Konkurrenz durch Streaming-Anbieter wie Netflix ist enorm stark geworden; zwar unterscheidet sich die Art der angebotenen Videos fundamental in ihrer Ausrichtung und Finanzierung, doch ist zu den Spitzenzeiten von Netflix häufig ein Einbruch des Traffics auf YouTube zu verzeichnen; im gleichen Moment nutzt schließlich kaum jemand beide Dienste. In Sachen Qualität kann YouTube außerdem noch nicht mit Streaming-Anbietern mithalten: Möglicherweise erhofft man sich durch das Abo-Modell ein wachsendes Interesse von Content-Erstellern, da die Plattform dadurch für Kanäle mit kleinerer Publikumsgröße finanziell tragbar wird.

Sollte sich dies durchsetzen, dürfte im Allgemeinen auch die Qualität der Inhalte steigen. Google will YouTuber wie beim werbefinanzieren Modell mit 55 Prozent der durch die monatlichen Abos generierten Einnahmen beteiligen. Des Weiteren sollen vor allem auch die Konsumenten selbst an die Plattform stärker gebunden werden: Wer monatlich für YouTube bezahlt, wird vermutlich auch eher dazu neigen, tagtäglich Videos zu konsumieren. Weitere Details zum neuen YouTube-Abo stehen noch aus, doch noch in diesem Jahr soll der Dienst starten. Vorerst werden aber wie schon beim YouTube Music Key nur die Kunden in den USA bedient werden - hier zahlen die Kunden 7,99 US-Dollar pro Monat.

Quelle: Bloomberg

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