YouTube verteilt Malware durch Werbung

Martin Maciej 6

Video-Streamer und Clip-Gucker aufgehorcht: Wie das Sicherheitsunternehmen Bromium berichtet, sollen in den vergangenen Tagen über infizierte Werbung Trojaner und Malware über YouTube verteilt worden sein.

YouTube verteilt Malware durch Werbung

Die Software-Schädlinge sollen in infizierten Werbeinhalten in Flash-Format über YouTube verteilt worden sein. Dabei soll der Trojaner Caphaw verbreitet worden sein.

Malware-Attacke bei YouTube

Die Viren-Werbung wurde über den Anbieter Doubleklick eingeschleust und leitet automatisch auf eine Seite weiter, die den Trojaner Caphaw auf betroffenen Rechner einnistete. Wieder einmal wurde hierbei eine Sicherheitslücke in Java ausgenutzt. Weitergeleitet wurde man durch ein Vorschaubild eines Videos, das angesehen werden sollte. Nach dem Klick auf die Weiterleitung bekamen YouTube-User auch das eigentliche Video zusehen und bemerkten von der schädlichen Weiterleitung nichts. Die Weiterleitung auf den schädlichen Inhalt fand im Hintergrund statt. Laut Bromium sind vorrangig Nutzer  des Internet Explorers aus dem Hause Microsoft von der trojanischen Weiterleitung betroffen. Laut Bromium soll für den Cyberangriff das Exploit-Kit Styx zum Einsatz gekommen sein. Styx wird bereits seit längerem verbreitet, um Online-Banking-Trojaner im Internet zu verteilen.

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13 Tech-YouTuber, denen ihr auf jeden Fall folgen solltet.

YouTube: Virus über manipulierte Werbung

Google selbst hat die Bedrohung bestätigt und die von Bromium gesammelten Daten über den YouTube-Virus gesammelt. Entsprechende Maßnahmen wurden bereits eingeleitet. Die manipulierte Werbung soll somit wieder entfernt worden sein. Wie lange die manipulierte Anzeige aktiv war, ist nicht bekannt. Bei der Attacke auf YouTube-User zeigt sich, dass selbst angesehenste und vermeintlich sichere Portale im Netz nicht vor Cyber-Angriffen gefeit sind. Um regelmäßig vor Cyberkriminellen geschützt zu sein, solltet ihr alle Anwendungen auf dem Rechner, darunter vor allem Java, jeweils auf dem neuesten Stand halten. Ein Virenscanner gehört zudem heutzutage genauso zur Grundausstattung eines Computers, wie Maus, Monitor und Co.

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