Channing Tatum (Der Adler der neunten Legion)

4. Channing Tatum und die angesengte Männlichkeit

Eigentlich wollte ich mich mit „Der Adler der neunten Legion“ („The Eagle“) nicht weiter beschäftigen (weil ich ihn schlecht finde), aber was hinter den Kulissen des Sandalenfilms passiert ist, kann ich euch auf keinen Fall vorenthalten.

Wir schreiben das Jahr 2010, der Ort ist Schottland und irgendwo in den Highlands kämpft sich eine amerikanische Filmcrew durch Schlamm, Dreck und eisiges Gewässer, um ihren Film zu drehen. Damit die Schauspieler in ihren Rüstungen nicht zu stark frieren, versorgen die Produktionsassistenten sie regelmäßig mit kochendem Wasser, das sie mit kaltem Wasser aus dem naheliegenden Fluss mischen und anschließend in die Kostüme der Akteure kippen.

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Blöd nur, wenn ein Assistent das Einmischen des kalten Wassers vergisst und dem Star des Films kochendes Wasser über seine Vorderseite kippt. Genau das ist natürlich passiert und verursachte bei Channing Tatum starke Verbrennungen auf seiner Brust und runter bis zu seinem besten Stück. Laut Regisseur Kevin MacDonald waren Tatums Verletzungen sogar so schlimm, dass seine Frau sich ins erste Flugzeug nach Schottland gesetzt hat, um den Schaden persönlich unter die Lupe zu nehmen. Tatum selbst sagte zum Vorfall „There are no words...it was unbelievably brutal“ („Es gibt keine Worte...es war unglaublich brutal“). Immerhin freute sich der Regisseur über die Verletzung seines Stars und war froh darüber, dass der Schmerz in Tatums Augen in den finalen Szenen des Films authentisch war.

Einen bleibenden Schaden erlitt Channing Tatum Glück sei Dank nicht, abgesehen von dem Schaden, den „Der Adler der neunten Legion“ in seiner Filmografie hinterlassen hat.