Oculus Go: Preis, Release, technische Daten, Video und Bilder

Stefan Bubeck 1

Das Virtual-Reality Headset Oculus Rift hat einen kleinen Bruder. Die Oculus Go ist klein, kabellos und vor allem günstig – dafür ist die Freiheit für Benutzer etwas eingeschränkt.

Während die Oculus Rift mit schon so manches Budget sprengt, ist die ab sofort erhältliche neue Oculus Go mit 219 Euro nicht einmal halb so teuer. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen direkten Nachfolger des VR-Headsets, sondern um ein Schwestermodell.

Oculus Go: Kein PC oder Smartphone notwendig

Die Oculus Go ist ein Stand-Alone-Headset, vergleichbar mit der teureren HTC Vive Focus (nur in China erhältlich) oder der Lenovo Mirage Solo. Das bedeutet, dass für den Betrieb weder ein (High-End-)PC, noch ein Smartphone, noch nervige Verbindungskabel notwendig sind.

Das Display im Inneren der Oculus Go löst mit 2.560 × 1.440 Pixeln auf (WQHD) und übertrifft sogar die 2.160 × 1.200 Bildpunkte der HTC Vive. Das SoC Snapdragon 821 sorgt für die notwendige Rechenpower, als Speicher für Anwendungen und Spiele stehen 32 GB (219 Euro) oder 64 GB (269 Euro) zur Verfügung. Die kleinere Version soll nach Angaben von Oculus für ungefähr 3 HD-Filme, 10 Spiele und 20 Apps ausreichen. Konfigurationen der Software werden per Oculus App auf dem Smartphone (iOS und Android) vorgenommen. Der eingebaute Akku hält bis zu 2,5 Stunden durch.

Positional Tracking fehlt

Die große Einschränkung des preiswerten Headsets ist das Fehlen von Positional Tracking, also der Bestimmung der Position im Raum. Man kann sich zwar in der virtuellen Umgebung umschauen, indem man den Kopf bewegt. Bewegungen des Trägers (z.B. Schritt nach vorne) werden aber nicht erfasst, denn dazu wären externe Sensoren notwendig. Gesteuert wird per Controller, mit nur einer Hand.

Wie sich Virtual Reality als Erlebnis tatsächlich anfühlt, das lässt sich nur schwer mit Worten oder Bildern vermitteln, man muss es einfach selbst ausprobiert haben. Das offizielle Herstellervideo versucht, die Möglichkeiten stimmungsvoll darzustellen:

Oculus Go: Open Your Eyes (Herstellervideo).

Über 1.000 VR-Spiele, Social Apps, 360-Grad-Erlebnisse und mehr stehen laut Oculus bereit. Darunter finden sich einige bekannte Namen, etwa „Jurassic World: Blue“ oder Netflix. Die Option „Oculus TV“ macht aus der VR-Brille einen virtuellen 188-Zoll-TV, was schon einem kleinem Privatkino entspricht. Die Bildqualität soll laut erster Berichte gut sein, aber bei Weitem noch nicht perfekt – wir werden uns das in Kürze selbst genau anschauen.

Die Oculus Go kann ab sofort direkt auf der Hersteller-Webseite und im Handel bestellt werden.

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