Pistengaudi mit der Apple Watch 3: Eine Liftfahrt ist keine Abfahrt

Sebastian Trepesch

Besitzer der Apple Watch Series 3 freuen sich über ein Update: Seit zwei Wochen zeichnet die smarte Uhr weitere Sportarten auf. Ich konnte mir auf der Skipiste nun einen Eindruck davon verschaffen.

Pistengaudi mit der Apple Watch 3: Eine Liftfahrt ist keine Abfahrt
Bildquelle: Apple.

Gerade noch rechtzeitig zum Ende der europäischen Skisaison erlaubt es die Apple Watch, Ski- und Snowboard-Fahrten aufzuzeichnen. Apps von Drittherstellern liefern Statistiken über die gefahrenen Abfahrten, Höhenmeter, Geschwindigkeiten und mehr. Sie greifen hierfür unter anderem auf das GPS und den Höhenmesser der Uhr zurück. Damit dies funktioniert, sind eine Apple Watch Series 3 und die Systemversion watchOS 4.2 notwendig. „Diese Updates haben uns dabei geholfen, auf einfache Art exakte und relevante Daten zu erfassen und unseren Nutzern neben dem Spaßfaktor auch die Möglichkeit sozialer Interaktion zu bieten“, sagt der Entwickler von snoww, Eddy Healey, über Hard- und Software von Apple.

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Unter anderem diese Anwendungen protokollieren in den neusten Versionen die Wintersportaktivitäten über die Apple Watch:

Slopes
Entwickler:
Preis: Kostenlos
Ski Tracks
Entwickler:
Preis: 1,09 €
snoww: Soziale Skiverfolgung
Entwickler:
Preis: Kostenlos
SNOCRU Skiing & Snow Tracking
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Ausprobiert habe ich Slopes und Ski Tracks, eine Empfehlung aus unseren Ski-Apps. Direkt auf der Uhr zeigen beide Anwendung die interessantesten Daten wie Höchstgeschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit und Zeit an. Beide können die aufgezeichneten Gesundheitsdaten in die Health-App des iPhones schreiben – so schließt man die Bewegungsringe! Liftfahrten werden als solche erkannt und werden gesondert ausgewiesen. Die Anzeige von Slopes ist auf der Apple Watch zwar ansprechender, doch von Ski Tracks dafür besser erkennbar. Angesichts Skijacke und Handschuhe werden aber die Wenigsten alle fünf Minuten einen Blick auf die Apple Watch werfen.

Hat man das iPhone in der Tasche, greift die Apple Watch auf das GPS des iPhones zurück – so ist der Uhrenakku nicht nach einigen Stunden leer. Über Energiemangel brauchen sich zumindest Besitzer des iPhone 8 Plus keine Sorgen machen: Am Ende meines Skitages stand die Akkuanzeige des Smartphones auf über 60 Prozent – trotz durchgehendem Tracking. Mit einem iPhone SE sollte man besser einen kleinen Zusatzakku einstecken.

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Ski-Apps für das iPhone: Pistenplan, Lawinenwarner und Skigymnastik.

Ski-Tracking mit Apple Watch oder iPhone?

Auch wenn die Apple Watch Series 3 jetzt sogar ohne iPhone die Ski- und Snowboardaktivitäten aufzeichnen kann, empfiehlt es sich, das iPhone auf die Piste mitzunehmen. Neben den eben genannten Energievorteilen nennt der Entwickler von Slopes einen weiteren: Seines Wissens nach ist das GPS des iPhones noch ein kleines bisschen genauer als das der Apple Watch.

Doppelte Aufzeichnungen können mit Slopes übrigens nicht passieren, wie ich feststellte: Startet man die Skiaufzeichnung auf der Apple Watch, unterbindet die App den Start auf dem iPhone und empfiehlt, das nächste Mal das Tracking auf dem iPhone zu starten. Zudem erkannte in meinem Versuch die App auf der Apple Watch nicht auf Anhieb das Skigebiet, auf dem iPhone dagegen schon. Die Unterscheidung von Lift- und Abfahrten klappte wunderbar. Die detailliertere Darstellung, überhaupt die ganze App, ist es wert, für die Dauer des Skiurlaubs die Premium-Funktionen per in-App-Kauf freizuschalten. Egal, ob man die Apple Watch auf der Piste nutzt oder nicht.

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