Apple Music: EU-Kommission sieht keine wettbewerbswidrigen Absprachen

Florian Matthey

Die Europäische Kommission hat die Deals zwischen Apple und der Musikindustrie für Apple Music auf wettbewerbswidrige Absprachen untersucht. Offenbar hat sie aber keine Hinweise für solche gefunden.

Bereits im April, als Apple den neuen Streaming-Dienst Apple Music noch gar nicht vorgestellt hatte, hatte die Europäische Kommission Fragebögen an Vertreter der Musikindustrie geschickt. Die Wettbewerbshüter wollten insbesondere herausfinden, ob Apple versuchte, über Absprachen mit den Rechteinhabern kostenlose oder Freemium-Angebote in Zukunft zu verhindern. Konkret wären Absprachen möglich gewesen, in denen sich die Rechteinhaber verpflichten, ihre Inhalte in Zukunft nicht mehr auf Gratis-Plattformen zur Verfügung zu stellen.

Laut Re/code ist die Kommission jetzt zu einem ersten internen Ergebnis gekommen, dem zufolge keine Hinweise auf entsprechende Absprachen bestehen. Zwar sollen die Musik-Labels versucht haben, vor allem auf Spotify Druck auszuüben, um den Anbieter dazu zu bringen, mehr zahlende statt Gratis-Kunden zu akquirieren. Dieser Druck soll jedoch mittlerweile wieder abgeflacht sein; auch hatte dieser offenbar nichts mit möglichen Absprachen untereinander oder mit Apple zu tun.

Die Kommission werde aber, so die von Re/code nicht namentlich benannten Quellen, weiterhin den Markt überwachen.

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