Apple Music gleich Orwell im Ohr? Noel Gallagher kritisiert „Diktatur der Arroganz“

Ansgar Warner 11

Ex-Oasis-Gitarrist Noel Gallagher nimmt Apple Music auf’s Korn: das weltweit verfügbare Angebot sei eine Art Orwellscher Musik-Diktatur, und die neue Streaming-Kultur überhaupt stimme ihn eher traurig.

Apple Music gleich Orwell im Ohr? Noel Gallagher kritisiert „Diktatur der Arroganz“
Bildquelle: Alterna2 (cc-by-2.0).

Noel Gallagher eilt der Ruf voraus, er sei ein sehr streitbarer Zeitgenosse – nicht nur, was das Thema Oasis und seinen Bruder Liam betrifft. Musik-Streaming zum Beispiel ist Gallagher ein Dorn im Auge. So gesehen kein Wunder, dass nun auch Apple Music und dessen globale Ambitionen in seine verbale Schusslinie geriet. In einem populären Podcast polterte der Britpop-Star dem Guardian zufolge: „Apple Music, World Radio, was passiert hier gerade für ein George Orwell Shit? Wie kann man so arrogant sein und sagen: ‚Uns gehört jetzt das World Radio’“?

Damit meint Gallagher offenbar zugleich auch Apples weltweit online zu empfangendes Beats 1 Radio, das als Promotion für den zahlungspflichtigen Streaming-Service Apple Music fungiert, der weltweit bereits mehr als 10 Millionen Nutzer haben soll. „Sie spielen nicht die Kinks. Und solange es keine verdammte Abteilung gibt mit dem Titel ‚Noel Gallaghers Musiksammlung‘, werde ich da nicht reinhören“. Apple Music selbst hat aber die Kinks genauso im Programm wie Oasis und auch Noel Gallaghers Solo-Alben („High Flying Birds“).

Aber wie man im Podcast schnell merkt, ist Gallagher eben auch mit der Gesamtsituation unzufrieden, spricht: dem Streaming-Kult. „Wenn ihr mir jetzt erzählt, die Zeit des Platten-Kaufens ist zu Ende, dann macht mich das traurig. Dass der Glaube an eine Platte, eine ganze Ära zu Ende ist, und dass man stattdessen daran glaubt, man bekommt den Zugang zur Musik, aber man besitzt nichts mehr davon: Ich denke, das ist ein trauriger Tag“.

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