Apple Music soll Rolle von „MTV in den 80ern und 90ern“ einnehmen

Florian Matthey

Wie soll Apple Music der beliebteste Streaming-Dienst für zahlende Kunden werden? Apple will dafür offenbar insbesondere auf eigene Inhalte setzen: Laut Apple-Manager Larry Jackson soll Apple Music das sein, „was MTV in den 80ern und 90ern war“.

Apple Music hat aktuell rund 15 Millionen Kunden, der Hauptkonkurrent Spotify hat 30 Millionen zahlende Kunden – zusätzlich zu den noch zahlreicheren Benutzern, die Spotify kostenlos mit Werbung benutzen. Dennoch spricht das Momentum aktuell für Apple Music; der Dienst wächst schneller als der des Unternehmens aus Schweden.

Um wirklich zur Nummer 1 werden zu können, muss sich Apple Music jedoch sichtbar von Spotify absetzen. Ansonsten werden viele Spotify-Kunden keinen Grund sehen, zu wechseln. Hierfür möchte Apple offenbar verstärkt auf eigene Inhalte setzen. Rolling Stone hat sich mit dem Apple-Music-Manager Jimmy Iovine und den Chef für eigene Apple-Music-Inhalte, Larry Jackson, über das Thema unterhalten.

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Jackson erinnert an die Rolle des Musik-Fernsehsenders MTV in den 1980er- und 1990er-Jahren: „Da hat man immer das Gefühl gehabt, dass Michael Jackson und Britney Spears da wohnen“, so Jackson. Ein entsprechendes Gefühl soll in Zukunft für Apple Music entstehen.

Der Artikel nennt einige Beispiele für enge Kooperationen zwischen Apple Music und Künstlern: Taylor Swifts Tour-Video sei von Apple finanziert worden, um dann exklusiv bei Apple Music erhältlich zu sein. Aus dem Deal ging dann außerdem noch ein Werbespot hervor, in dem Swift zum Lied „Jumpman“ von Drake rappt, dessen Verkaufszahlen direkt danach wiederum in die Höhe schnellten. Die Videos „Hotline Bling“ von Drake und „Can’t Feel My Face“ von the Weeknd seien ebenfalls von Apple finanziert worden. Beim Video „Borders“ von M.I.A. habe sogar Apple-CEO Tim Cook höchstpersönlich mitgewirkt.

In Zukunft dürften also mehr solche Exklusiv-Kooperationen anstehen. Hierbei habe es in der Vergangenheit auch schon Rückschläge gegeben: Jackson hatte auch mit Kanye West verhandelt, um dessen Album „The Life of Pablo“ zunächst exklusiv zu Apple Music zu bringen. Letztendlich entschied sich West aber für den Dienst Tidal, der ihm zusammen mit Jay-Z gehört.

Spotify und Tidal versuchen natürlich ebenfalls, exklusive Inhalte zu bekommen, um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Rolling Stone verweist darauf, dass Apple aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber diesen Diensten habe: Das Unternehmen hat einfach sehr viel mehr Geld.

Apple Music – Music needed a home . . . so we built it one.

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