Apple Music: Trotz 30 Millionen Abonnenten muss der Dienst besser werden

Holger Eilhard 3

In einem aktuellen Interview beschreibt Jimmy Iovine, verantwortlich für Apple Music, dass der iPhone-Hersteller trotz wachsender Abonnentenzahlen nicht genug Arbeit in den Musikdienst investiert.

Apple Music: 3 Millionen neue Hörer seit Juni

Das Interview von Billboard beginnt mit Iovines Worten „Ich glaube nicht, dass das was aktuell existiert genug ist“. Nur weil der Musikstreamingdienst Apple Music weiter auf Expansionskurs ist – das Unternehmen aus Kalifornien verzeichnet mittlerweile 30 Millionen zahlende Abonnenten – oder man weiterhin neue Musikkataloge hinzufügt, reichen diese Maßnahmen nicht aus, um weiterhin erfolgreich zu sein. Im Rahmen der WWDC im Juni hatte der Dienst noch 27 Millionen Hörer, die monatlich für den Musikservice zahlen.

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Während die Analysten von Goldman Sachs dem Dienst eine rosige Zukunft vorhersagen, glaubt Iovine diesen Berichten nicht. Die Vorhersagen berücksichtigen laut dem Musikexperten nicht, wie einfach derzeit mit alter Musik Geld verdient werden kann. Hinzu komme die kostenlose Konkurrenz wie zum Beispiel Spotify, das seinerseits Ende Juli 60 Millionen zahlende Hörer zählte.

Apple setzt bei der Werbung für die neue Apple Watch Series 3 mit LTE auf seinen Streamingdienst:

Apple Watch Series 3 + Apple Music.

Die Suche nach interessanten Diensten und Angeboten

Ein einfacher Streamingdienst allein könnte so in Zukunft kein Grund mehr für die Hörer sein, monatlich 10 Euro oder mehr zu berappen. Um dem entgegen zu wirken, ist man bei Apple auf der Suche nach neuen Angeboten und Inhalten, welche derartige Preise rechtfertigen. Zane Lowe, Creative Director und das Gesicht von Apples Radioservice Beats 1, sagte im selben Interview, dass man „Kontext und Geschichten um die Musik“ bauen müsse. Die Musik sei lediglich ein Schlüssel, welcher eine Tür öffnet. Er fragt sich: „Was ist in dem Raum hinter dieser Tür, das aus einem Fan einen Super-Fan macht?“

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In dem Interview äußert Apple aber auch Kritik an den Maßstäben, wie Musik heutzutage, beispielsweise von Billboard, gemessen wird. So zählt ein kostenloser Stream bei YouTube oder Spotify genauso viel wie bei einem kostenpflichtigen Angebot. Letztere sollten laut Apples Musikexperten jedoch ein höheres Gewicht haben als die kostenlosen Angebote.

Das vollständige Interview mit Jimmy Iovine, Zane Lowe und Larry Jackson, Apple Music Head of Content findet Ihr bei Billboard.

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