Beats 1 bis 6: Apples Lizenzrechte umfassen weitere Radio-Stationen

Holger Eilhard 3

Parallel zu Apple Music hatte Apple Ende Juni auch seinen Radio-Sender Beats 1 gestartet, der 12 Stunden live im Internet sendet. Doch nach Beats 1 könnten noch fünf weitere Stationen starten, ohne neue Verhandlungen mit den Labels führen zu müssen.

Beats 1 bis 6: Apples Lizenzrechte umfassen weitere Radio-Stationen

Beats 1 ist vermutlich der erfolgreichste Teil von Apples neuer Musik-Strategie nachdem Apple Music, beziehungsweise dessen Integration in iTunes und iOS, harsche Kritik über sich ergehen lassen müssen.

Wie The Verge aus Insiderkreisen erfahren haben will, umfassen Apples Abkommen mit den Labels bereits insgesamt sechs Radio-Stationen. In Zukunft könnte Apple also ohne Umwege und neue Verhandlungen mit den Musiklabels beispielsweise Beats 2 bis 6 starten.

Denkbar wären beispielsweise weitere Stationen für weitere Märkte, zum Beispiel mit Studios in Asien oder Australien. Alternativ könnte Apple aber auch etwa zu Weihnachten eine eigene Radio-Station mit angepasstem Programm anbieten.

The Verge berichtet weiter, dass Apple den Labels pro gespielten Song auf Beats 1 mehr zahlt als zum Beispiel die Konkurrenz von Pandora.

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Labels zufrieden mit Apple Music

Insgesamt sind die Labels zwar zufrieden mit Apple Music, sind aber gleichzeitig zurückhaltend, um nach nur einem Monat Aussagen über die Zukunft des Dienstes machen zu wollen. Auch wenn Apple Music eine „beachtliche“ Zahl an Nutzern für sich gewinnen konnte, sehen die Labels die derzeitigen Nutzer lediglich als Teilnehmer an einem kostenlosen Test. Erst nach der dreimonatigen Probephase wird sich zeigen, wie viele Hörer bereit sind für Apples Musik-Angebot zahlen zu wollen.

Für Apple bedeutet die steigende Zahl von Apple-Music-Nutzern darüber hinaus bislang keinen erwähnenswerten Verlust von Verkäufen im iTunes Store. Die Zahlen sind zwar weiterhin rückläufig, aber angeblich nicht stärker als bereits zuvor.

Die Labels sind sich aber bewusst, dass mit mehr Streaming-Kunden die Musikkäufe in Zukunft weiter und stärker schrumpfen werden. Durch zahlende Apple-Music-Kunden könnte Apple dem Umsatzrückgang bei iTunes langfristig jedoch entgegenwirken. Eine Rückkehr zu „guten alten Zeiten“ in denen Apple viele vollständige Alben verkaufen konnte und von Streaming-Diensten noch keine Spur war, ist jedoch unwahrscheinlich.

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