Bezahlen für Musik: So hoch ist der Anteil zahlender Streamer in Deutschland

Stefan Bubeck

Erst waren es die jüngeren Musik-Fans, mittlerweile rücken auch die Älteren nach: Sieben von zehn Internetnutzern streamen regelmäßig Musik – aber wer bezahlt eigentlich für kostenpflichtige Premium-Abos bei Spotify, Apple Music, Amazon Music Unlimited oder Tidal?

Bezahlen für Musik: So hoch ist der Anteil zahlender Streamer in Deutschland

Der Absatz physischer Datenträger wie der guten alten Musik-CD sinkt seit Jahren, nur die Vinyl-Schallplatte kann sich diesem Trend widersetzen. Rund 76 Millionen Alben wurden 2017 verkauft, vor nur fünf Jahren war diese Millionenziffer noch dreistellig. Musik hören ist aber nicht allgemein unbeliebter geworden, sondern ist ins Internet abgewandert, wie die Anzahl der Streams zeigt:

Musik-Streaming per Abo: Jeder Dritte Deutsche gibt Geld für Spotify und Co aus

Wie der IT-Branchenverband Bitkom nun in einer Umfrage ermittelt hat, verteilt sich die Nutzung auf unterschiedliche Kanäle. Da sind etwa werbefinanzierte Videoplattformen wie YouTube, Vimeo oder Vevo, die kostenlos und genutzt werden können. Auch das kostenlose Angebot der Musikstreaming-Anbieter wird gerne genutzt: „Musik-Streaming ist gerade dabei, in allen Altersgruppen anzukommen und selbstverständlich zu werden“, erläutert Adrian Lohse, Bitkom-Experte für Consumer Technology.

Bemerkenswert ist, dass 34 Prozent der Audiostreaming-Nutzer Geld für kostenpflichtige Abos bei Spotify, Deezer, Qobuz und anderen ausgeben. Der monatliche Beitrag liegt bei den meisten Anbietern bei rund 10 Euro, wer hochauflösende Musik streamen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Statista hat entsprechende Zahlen parat, dort landet Amazon Music in der Beliebtheit vor Spotify, der weltweiten Nr. 1:

Ein Ende des Erfolgs ist nicht in Sicht: „Streaming-Dienste haben für jeden etwas im Repertoire. Für Kinder gibt es Hörspiele und eine altersgerechte Musikauswahl. Jugendliche und Erwachsene finden zahlreiche Hörbücher und umfangreiche Musikarchive. Und einige Anbieter sind auf den Hörtrend Podcast aufgesprungen,“ so Lohse.

Quelle: Pressemitteilung Bitkom

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