Chef-DJ Zane Lowe: „Weiß noch nicht, ob Apple Beats 1 braucht“

Florian Matthey 7

Apple Music ist jetzt drei Monate alt. Nicht nur bei Apple Music selbst, auch für den Internet-Radio-Sender Beats 1 stellt sich noch die Frage, wie ihn die Kunden annehmen. Der Chef-DJ Zane Lowe glaubt, dass sich noch zeigen muss, ob Apple Beats 1 braucht.

Chef-DJ Zane Lowe: „Weiß noch nicht, ob Apple Beats 1 braucht“

Mit dem dreimonatigen Jubiläum des Starts von Apple Music wird auch die kostenlose Probephase eines Großteils der Benutzers enden. Erst anhand dessen, wie viele Kunden dem Dienst auch als zahlende Nutzer treu bleiben, wird sich zeigen, ob das Angebot auch ein Erfolg ist. Auch für den Apple-Music-Internet-Radiosender Beats 1 sind noch keine Zahlen bekannt – offenbar sind diese aber auch nicht so wichtig.

In einem Interview mit seinem früheren Chef – Ben Cooper von BBC Radio 1 – erklärte der Beats-1-Chef-DJ, dass er anders als in seiner Zeit bei der BBC nicht mit täglichen Zuhörerzahlen konfrontiert werde. Apple habe ihm gesagt, dass er sich um Zahlen keine Gedanken machen solle, er solle einfach anfangen „und Krach machen“ („go out and make noise“). Für Lowe selbst sei die Entscheidung, Radio 1 zu verlassen, dennoch keine einfache gewesen – mehrmals habe er sich zwischen einer Zu- und Absage umentschieden.

Bisher sei Beats 1 noch mit einem Baby vergleichbar: Babies machen viel Krach, gucken sich die Welt mit großen Augen an „und scheißen überall hin“. So sei auch Beats 1 – alles sei neu und noch etwas seltsam, und es gebe überhaupt keine Regeln.

Erst mit der Zeit werde sich zeigen, ob Apple Music Beats 1 tatsächlich braucht. Er könne nicht einfach zehn Gründe nennen, warum Apple Beats 1 braucht – diese Antworten habe er nicht. Man gehe das Projekt einfach Schritt für Schritt an. Aktuell glaube er, dass Beats 1 seine Daseinsberechtigung habe, „aber es ist ein Work in Progress und mit der Zeit werden wir herausfinden, warum Apple Music Beats 1 braucht“.

Eine Besonderheit bei Beats 1 sei, dass es sich in erster Linie um die Musik dreht. Der Sender habe Zuhörer aus völlig anderen Teilen der Welt wie Mexico City und Tokio – also auch aus völlig unterschiedlichen Zeitzonen. Morgens früh wollten Zuhörer Musik und keine Interviews mit einem Reality-TV-Star hören, weswegen ein Rund-um-die-Uhr-Fokus auf Musik entscheidend sei.

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