Apples Reality-TV-Show „Planet of the Apps“ ist tatsächlich fertig: Apple hat einen ersten Trailer der Serie veröffentlicht, im Frühjahr soll die erste Folge erscheinen. Apples SVP Eddy Cue spricht über die Entstehungsgeschichte und Apples Serienstrategie.

 

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Trailer für „Planet of the Apps“.
 

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„Planet of the Apps“: Wie ein „The Voice“ für App-Entwickler

Der Trailer zu „Planet of the Apps“ erklärt das genauere Konzept der Sendung: App-Entwickler müssen eine Rolltreppe ins Studio herunterfahren und in der kurzen Zeit auf dieser Rolltreppe ihre Idee für eine neue App präsentieren. Unten sitzen die vier Juroren, die sich innerhalb dieses Zeitraums entscheiden können, ob sie die Idee unterstützen möchten oder nicht. Bekommt ein Entwickler mehrere Zusagen, kann er sich einen Juror als Coach aussuchen, um mit diesem an seiner Idee zu arbeiten, um dann letztendlich als Hauptpreis eine Millioneninvestition zu bekommen.

Das Konzept entspricht letztendlich der beliebten Sendung „The Voice“, die in Deutschland als „The Voice of Germany“ ebenfalls erfolgreich ist. Die vier Juroren sind vor allem Berühmtheiten aus dem Bereich Musik und Schauspiel: Jessica Alba, Gwyneth Paltrow und Will.I.Am sind nicht nur Schauspieler und Musiker, sondern auch Unternehmer und Investoren. Hinzu kommt der Unternehmer und Investor Gary Vaynerchuk.

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Auch Fernsehsender waren interessiert

Die erste Folge von „Planet of the Apps“ wird im Frühjahr bei Apple Music erscheinen, weitere Folgen sollen dann wöchentlich hinzukommen. In einem Interview im Rahmen der Code Conference verrät Eddy Cue, Apples Senior Vice President für Internetdienste, außerdem, dass es eine App für die Sendung geben wird, mit der Benutzer nicht nur einzelne Folgen sehen, sondern sich zusätzlich weitere Inhalte ansehen können. Mit der App soll so ein nicht-lineares Ansehen der Serie möglich sein.

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Eddy Cue: Mehr eigene Inhalte für Apple Music geplant

In dem Interview kommt auch Ben Silverman, der Produzent der Serie, zu Wort. Er berichtet, dass die Serie selbst gar nicht Apples Idee war; man habe sie zunächst mehreren Fernsehsendern vorgestellt. Diese seien auch durchaus interessiert gewesen. Will.I.Am habe dann jedoch die Idee gehabt, einfach den Apple-Music-Manager Jimmy Iovine zu fragen. Jetzt ist man sich sicher, dass ohne Apples Unterstützung nicht so hochrangige Prominente an Bord gekommen wären.

Eddy Cue bei Code Conference 2017.

Mit „Planet of the Apps“ wird es bei Apple Music also eine Fernsehsendung geben, die gar nichts mit Musik zu tun hat. Eddy Cue meint, dass das auch nicht nötig ist: Auch bei MTV liefen ja Serien, die keinen direkten Bezug zu Musik hatten. Man möchte für Apple Music durchaus weitere originale Inhalte veröffentlichen, um sich stärker von Mitbewerbern zu differenzieren. Dabei möchte Apple aber eine eigene Strategie verfolgen – und nicht direkt das nächste Netflix werden. „Wenn wir das machen wollten, was alle anderen machen, wäre es sinnvoller, etwas anderes zu kaufen oder so“, meint Cue. In der Vergangenheit gab es immer wieder mal Spekulationen über eine Netflix-Übernahme durch Apple – Cues Aussagen hören sich zumindest nicht danach an, als würde diese bevorstehen.

Quelle: Re/code