Taylor Swift spricht über ihren offenen Brief an Apple - und kritisiert Spotify

Florian Matthey 7

Aktuell bezahlt noch niemand Geld für Apple Music, dennoch erhalten die Rechteinhaber etwas für jeden Stream-Aufruf. Das haben sie zu einem großen Teil der Künstlerin Taylor Swift zu verdanken. Diese hat sich jetzt dazu geäußert, wie es zu dem offenen Brief an Apple kam.

Taylor Swift spricht über ihren offenen Brief an Apple - und kritisiert Spotify

In einem Interview mit Vanity Fair spricht Taylor Swift unter anderem über ihren Brief an Apple über Apple Music. Swift hatte sich bekanntlich darüber geärgert, dass Apple in der Gratis-Phase des Streaming-Dienstes kein Geld an Rechteinhaber zahlen wolle. Hierbei ging es ihr nach eigenen Aussagen nicht um sich selbst, sondern in erster Linie um weniger erfolgreiche Künstler, die darauf angewiesen sind, Geld für ihre Musik zu erhalten. In dem offenen Brief forderte sie Apple auf, die Entscheidung zu überdenken; als Protest entschied sie sich, ihr jüngstes Album „1989“ nicht bei Apple Music anzubieten. Apple lenkte binnen kürzester Zeit an und kündigte an, auch in der Gratis-Phase zu bezahlen.

Swift berichtet, dass sie am Tag, bevor sie den Brief schrieb, einen Screenshot von einem Freund erhalten habe, der gerade den Vertrag von Apple bekommen habe. Dort las sie die Worte „null Prozent Kompensation für Rechteinhaber“. Um vier Uhr morgens sei sie dann mit dem Bedürfnis aufgewacht, den Brief zu schreiben. Manchmal wache sie nachts auf und könne nicht wieder einschlafen, bevor sie ein neues Lied geschrieben hat; bei dem offenen Brief sei es ihr ähnlich gegangen.

Im Jahr zuvor hatte Swift sich bereits über die Kompensationen durch Spotify in einem Artikel fürs Wall Street Journal beschwert. Dafür habe sie viel Kritik bekommen, so dass sie sich bei dem Brief an Apple gefragt habe, ob die Reaktionen wieder negativ ausfallen würden - nach dem Motto: „Warum gibt sie bei diesem Thema nicht endlich Ruhe?“ Sie habe sich dann mit ihrer Mutter über den Brief unterhalten und schließlich entschlossen, ihn zu veröffentlichen.

Was sie bemerkenswert finde, ist, dass Apple sie im Anschluss als Stimme der kreativen Community behandelt habe, für deren Anliegen sich das Unternehmen tatsächlich interessiere. Für sie bestehe eine gewisse Ironie, dass die Multi-Milliarden-Dollar-Firma mit Demut auf Kritik reagiert habe, während sich das „das Startup ohne Cashflow“ bei Kritik wie eine kommerzielle Maschine verhalten habe. Mit letzterem meint Swift Spotify, wo sie ihre Musik weiterhin nicht anbietet.

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