Funktionen von Apple Music: Was bietet der Streamingdienst, was bietet er nicht?

Sebastian Trepesch 15

Noch kann jeder Apple Music kostenlos ausprobieren. Doch ist die Testphase vorbei, müssen wir uns überlegen, ob wir für den Streamingdienst monatlich 10 Euro ausgeben möchten. Was bietet Apple Music, was bietet Apple Music nicht? Ein Überblick der Features.

Funktionen von Apple Music: Was bietet der Streamingdienst, was bietet er nicht?

Apple Music kombiniert die größte und abwechslungsreichste Musiksammlung des Planeten mit der Expertise von Musikfachleuten von Weltrang“ – so klingt die Beschreibung des neuen Streamingdienstes im Marketing-Deutsch. Werfen wir einen Blick auf die zentralen Funktionen von Apple Music, aber auch, was mit dem Streamingdienst nicht möglich ist. 

Apple Music: Features im Überblick

Apple Music bietet laut eigenen Angaben einen Katalog von 30 Millionen Songs. Der Abonnent kann sie nach Belieben beliebig oft anhören – aber nur so lange das Abo läuft. Danach unterbindet der Kopierschutz das Aufrufen der Titel. Ein Download auf kompatible Geräte ist möglich, sodass die Songs später auch offline, ohne Internetverbindung, abgespielt werden können.

Musik aus der heimischen Mediathek, die es nicht von Apple gibt, wird in die iCloud geladen. Lediglich die Zahl der in iTunes enthaltenen Titel ist auf 25.000 Songs begrenzt. Der Nutzer kann somit auch seine private Musik auf allen Geräten anhören.

Gegenüber anderen Streamingdiensten versucht sich Apple, durch die redaktionelle Betreuung und Nähe zu den Künstlern abzugrenzen: Apple Music Connect bietet eine Verbindungsmöglichkeit zwischen Fans und Musikern. Den einen Nutzer freut’s, den anderen nervt’s und er schaltet Connect aus.

Der Radiosender Beats 1 sendet ein 24-Stunden-Programm inklusive Interviews und namhaften Gastmoderatoren. Ergänzt wird er durch weitere Radiostreams und redaktionell erstellte Playlisten.

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Gesammelt die zentralen Features von Apple Music:

+ Einmal (pro Monat) zahlen, alles bekommen: Nicht bei jedem Song neu überlegen, ob man ihn sich leisten will, diese Freiheit liefert ein Streamingdienst. Natürlich nicht nur Apple Music, sondern auch Spotify, Deezer,…  

+ Apple Music wird über iTunes aufgerufen, die Software bleibt also die Musikzentrale Nr. 1. Hier erfolgt gebündelt die Verwaltung der Songs. Die Mediathek selbst wechselt aber in die iCloud.

+ Auch auf iPhone, iPod touch & iPad sind die Songs aus Apple Music und der eigenen Mediathek vereint, nämlich in der Musik-App.

+ Durch Verlegung der Mediathek in die iCloud werden Playlisten, Titel, Likes etc. über alle verwendeten Geräte synchronisiert.

+ Apple Music kann offline genutzt werden.

+ Die Musik wird über WLAN mit 256 kBit/s übertragen – ein solider Wert.

+ Der Streamingdienst wird redaktionell betreut (Beats 1, weitere Radios & Playlisten).

+ Automatische, persönliche Vorschläge werden auf Basis der eigenen Hörgewohnheiten und Favoriten erstellt.

+ Neben dem Standard-Angebot () können über die Familienfreigabe bis zu sechs Personen Musik hören ().

+ Siri-Anbindung zum Aufrufen und Steuern der Musik über Sprachsteuerung.

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Das bietet Apple Music nicht

Apple bietet vom Start an ein gutes Gesamtpaket in seinem Streamingdienst. Doch es gibt ein paar Minuspunkte, die manchem Nutzer die Entscheidung zu Apple Music etwas schwerer machen:  

– Wer einen iPod shuffle, iPod nano oder ein altes iOS-Gerät besitzt, der kann mit Apple Music wenig anfangen: Songs des Streamingdienstes können über diese Geräte nicht angehört werden (vergleiche Apple Music: kompatible Geräte)

– Ist die private Musikbibliothek über 25.000 Titel groß, kann zwar Musik gestreamt, aber zentrale Funktionen von Apple Music aktuell nicht aufgerufen werden (z.B. Offline-Hören, Musikverwaltung).

– Der Kopierschutz von Apple Music verhindert nach Kündigung des Abos das Abspielen der Songs. Die originalen, ungeschützten Dateien aus der eigenen Musikbibliothek muss man sich also aufheben. Tipp für iTunes Match-Nutzer: Sie sollten vor einem Umstieg auf Apple Music die ungeschützten Songs von alten iTunes-Käufen laden (siehe Mit iTunes Match Kopierschutz entfernen).

– Nur ein Stream gleichzeitig möglich (Ausnahmen: Offline-Nutzung & Familienfreigabe).

– Keine HighRes-Auflösung der Songs verfügbar.

– Kein kostenloses Angebot wie bei Spotify verfügbar.

– Manche Künstler sind nicht verfügbar (z.B. The Beatles).

Funktionen von Apple Music: Fazit

Einige der Vor- und Nachteile gelten für Apple Music genauso wie für andere Streaming-Dienste. Das neue Angebot des iPhone-Herstellers ist aber – logischerweise – besser mit iOS und iTunes verwoben als die Konkurrenz. In eine gewisse Abhängigkeit stürzt man sich bei der Festlegung auf einen Musikdienstanbieter immer: Hat man zahllose Playlisten erstellt, Bewertungen abgegeben, sich alles passend eingerichtet, ist es schwierig, ohne Verluste zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

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