Wie gut ist Apple Music? Test-Fazit zu einem Monat Musikstreaming in iTunes und iOS

Sebastian Trepesch 21

Apple Music feiert seinen ersten Monat auf dem Streaming-Markt, heute gibt es Noten. Dank ausgedehnter kostenloser Testphase haben sich viele unserer Leser mit dem Dienst des iPhone-Herstellers beschäftigt. Die Rückmeldungen sind überraschend.

Wie gut ist Apple Music? Test-Fazit zu einem Monat Musikstreaming in iTunes und iOS

Vor rund einer Woche haben wir eine Umfrage zu Apple Music auf GIGA APPLE gestartet – über 2000 Nutzer haben bereits teilgenommen. Vielen Dank! Somit zeigt sich in dem Leser-Test ein aussagekräftiges Bild, wie gut oder schlecht der Musik-Dienst gestartet ist.

Wir beginnen mit den Problemen und einzelnen Funktionen, bevor wir auf Seite 2 zum Fazit kommen: Welche Gesamtnote verdient Apple Music aktuell? Und wollen die Nutzer für das Abo zahlen? Die Grafiken mit den Einzelergebnissen können auf Seite 3 und 4 aufgerufen werden.

Apple Music: Kleinere Probleme im Leser-Test

Dass ein Streaming-Dienst inklusive iTunes– und iOS-Integration von 0 auf 100 fehlerfrei starten kann, mag man nicht glauben. Andererseits wünscht es sich jedermann. Apple gilt als solider Entwickler und hat zudem durch Beats Music entsprechende Erfahrungen im Hause. Doch: Apple Music brachte manche Nutzer zur Verzweiflung, wenn die Mediatheksdaten durcheinanderflogen. Der neue Kopierschutz vergraulte zunächst die iTunes Match-Abonnenten, die Beschränkung auf 25.000 Titel in der Mediathek stellt noch immer die Besitzer einer größeren Musikbibliothek (5 Prozent unserer Leser haben eine solche, auch ich) vor eine unüberwindbare Hürde. 

Schreckensmeldungen über Schreckensmeldungen?  

Falsch! Der Schein trügt: Zwei Drittel unserer Leser sagen, dass Apple Music extrem zuverlässig (24 Prozent) oder recht zuverlässig (42 Prozent) läuft. 18 Prozent haben öfter mal Probleme, 7 Prozent ständig. Das sind noch viel zu viele Nutzer, die mit dem Dienst zu kämpfen haben. Insgesamt ist das Bild aber schon gar nicht so schlecht.

Um keine Probleme mit ihren Mediatheksdaten zu bekommen, verzichteten knapp 7 Prozent auf die Umstellung zur iCloud-Mediathek – auch, wenn dann Offline-Hören von Apple Music nicht möglich ist. 

Übrigens: Im Herbst wird Apple die maximale Bibliotheksgröße auf 100.000 Titel anheben.

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Funktionen: Das Netzwerk „Connect“ braucht keiner

Als wichtigste Eigenschaft eines Musik-Streaming-Dienstes nennen unsere Leser (80 Prozent) die Möglichkeit des Offline-Hörens – mit Apple Music kein Problem. Auf eine gute Audioqualität legen 70 Prozent wert. Da stellt sich die Frage: Sind die 256 kBit/s des Streams in iTunes gut genug? 76 Prozent sagen ja, nur 16 Prozent nein. 

apple-music-test-funktionen
Unter anderem drei Funktionen hebt der Anbieter gerne hervor – sind sie für die Nutzer interessant?

  • 40 Prozent der GIGA-Leser finden redaktionell erstellte Playlisten sinnvoll.
  • Ein Netzwerk mit Künstlern spricht nur 6 Prozent an. Wie der schnell eingestellte Vorläufer „Ping“ könnte Connect in Apple Music also ein Reinfall werden: Braucht keiner.
  • Die Sprachsteuerung mit Siri spricht immerhin 18 Prozent der Befragten an.

Apple Music bietet zudem ein Alleinstellungsmerkmal, das 35 Prozent für besonders wichtig halten: die Integration in iTunes. Das kann (nativ) kein anderer Dienst bieten.

60 Prozent der Leser sind mit dem Funktionsumfang von Apple Music zufrieden, 24 Prozent nicht.

Leser-Test von Apple Music: Mehr Musik, mehr Musik!

Apple verweist gerne auf Exklusiv-Inhalte – jüngstes Beispiel ein exklusives Video mit dem Rolling-Stones-Gitarristen Keith Richards. Insgesamt verzeichnet der Dienst 30 Millionen Songs, und doch sind es lange nicht genug. 37 Prozent unserer Leser vermissen manche Künstler, nur fast genauso viele (39 Prozent) sind mit dem Katalog zufrieden. 28 Prozent wollten sich (noch) nicht festlegen.

Mangelt es nur an unbekannten, regionalen Künstlern? Nein, wir finden sogar das gelbe U-Boot nicht, können keinen Hilfe-Ruf hören, kein Gestern und keine Lucy im Himmel mit Diamanten. Ach: Konkurrent Spotify kann die Beatles ebenfalls nicht bieten. 

Gesamtnote des Leser-Tests von Apple Music und die Wechselstimmung auf Seite 2:

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