Die Cloud sicherer machen

Die „Cloud“ im Allgemeinen gilt als relativ ausfallsicher. Immerhin befindet sich die eigene Datenwolke in der Regel nicht auf einem einzelnen Server irgendwo im WWW sondern auf einem Verbund von mehreren Servern. Fällt ein Server aus, springt automatisch ein anderer ein.

Ausfallsicher bedeutet aber natürlich nicht zugriffssicher. Dropbox und Co. behalten sich beispielsweise das Recht vor, auf die Daten des Users zuzugreifen beziehungsweise diese auf Verdacht an Regierungen weiterzugeben.

Erwähnenswerte Ausnahmen sind beispielsweise SpiderOak und Wuala. Beide Dienste verschlüsseln die Userdaten mit dem Userpasswort bereits vor dem Hochladen in die Cloud auf dem Computer des Users.

Und da nur der User selbst sein Passwort kennt, kann auch keiner außer der User selbst (auch nicht SpiderOak bzw. Wuala) auf dessen Daten zugreifen.

Gesagt sei auch noch, dass viele Cloud-Anbieter in den USA beheimatet sind und dementsprechend auf diesen Datenwolken dann auch US- und nicht EU-Datenschutzrecht gilt.

Wie kann man die eigene Cloud – oder besser gesagt die persönlichen Daten in der Cloud – vor fremdem Zugriff schützen? Das Zauberwort heisst Verschlüsselung bzw. zusätzliche Verschlüsselung. Zwar versprechen alle Anbieter die User-Daten zu verschlüsseln, doch wie bereits erwähnt kann so mancher Cloud-Anbieter theoretisch auch auf User-Daten zugreifen und diese weitergeben.

Dementsprechend sollte man besonders sensible Daten vor dem Hochladen in die Cloud lokal verschlüsseln und erst danach hochladen. Bei SpiderOak und Wuala ist dies natürlich nicht unbedingt nötig, da diese Dienste eine Verschlüsselung bereits integriert haben.

Nutzt man aber beispielsweise Dropbox oder einen vergleichbaren Dienst, kann man seine Daten mit TrueCrypt, BoxCryptor oder schlicht mit einem ZIP-Archiv verschlüsseln.

Ein lesenswerter Guide zum Thema Cloud-Verschlüsselung findet sich hier.

 

Dropbox

Facts 
 

Dropbox

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BoxCryptor ist speziell auf die Verschlüsselung von Cloud-Daten ausgelegt und funktioniert sehr gut in Kombination mit Dropbox. Darüber hinaus stehen BoxCryptor-Apps auch für Android und iOS zur Verfügung. Man muss also auch unterwegs nicht auf verschlüsselte Cloud-Daten verzichten.

(ursprünglich veröffentlicht am 9.8.2012)