Aktuell kommt man um die Werbespots von freenet TV nicht herum – nicht im Fernsehen, nicht im Web, nicht in Magazinen und nicht auf der Straße. Was ist freenet TV? Ist es zukünftig wirklich die einzige Option für das Fernsehen?

 

freenet TV

Facts 

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Das ist freenet TV

Das Thema ist nur für die interessant, die Fernsehen über die Zimmerantenne empfangen – also DVB-T. Ab 29. März 2017 wird in vielen Regionen auf den neuen Standard DVB-T2 HD umgeschaltet, siehe unseren Überblick. Wer sein Programm dagegen über Satellit, Kabel oder Internetstreams (IPTV) bezieht, der braucht sich für freenet TV nicht zu interessieren.

freenet TV ist die Marke, unter der die Privatsender über DVB-T2 HD vermarktet werden. Viele der Sender werden in HD (1080p50) ausgestrahlt – verschlüsselt.

Enthaltene Sender in HD-Qualität:

  • RTL
  • Sat.1
  • ProSieben
  • Vox
  • RTL II
  • Kabel 1
  • SuperRTL
  • ntv
  • Sport1
  • Sixx
  • 7Maxx
  • und mehr.

Insgesamt 20 Privatsender können über DVB-T2 HD mit freenet TV empfangen werden. Dazu kommen – sofern es die Hardware unterstützt – 20 weitere über das Internet hinzu, freenet TV connect genannt. Hierzu gehören unter anderem Spiegel TV, InSight, CNN und Lokalsender.

Die öffentlich-rechtliche Kanäle kann man unabhängig von freenet TV aufrufen – es reicht ein DVB-T2-HD-Receiver. Siehe auch die Senderliste für DVB-T2 HD.

Was ist DVB-T2 HD?

Das sind die Kosten von freenet TV

Die Verschlüsselung der Privatsender wird bei Buchung eines Abos, das aktuell so immens beworben wird, decodiert. Man benötigt für freenet TV ...

  1. das Abonnement. Es kostet 69 Euro pro Jahr (5,75 Euro pro Monat). Die ersten vier Monate sind kostenlos.
  2. freenet-TV-kompatible Hardware, die das TV-Signal entschlüsseln kann (siehe unten). Preis meist 60 bis 150 Euro.
  3. eine Zimmerantenne. Bei gutem Empfang reicht schon das einfache Antennenkabel des Receivers aus, sofern beiliegend. Ansonsten rund 25 Euro.

freenet TV-Aktion mit Receiver

Hardware für DVB-T2 HD bei Amazon

Kompatibilität von freenet TV

freenet TV ist aktuell nur eine Lösung für Fernsehgeräte. Im Gegensatz zum bisherigen (und eben bald abgeschalteten) DVB-T gibt es aktuell noch keine Empfänger, die direkt an das iPad, Android-Gerät, Mac oder Windows-PC angeschlossen werden können. In Kürze soll ein USB-Empfängerstick für Windows erscheinen, weitere Produkte für Mac und Tablets wohl im Sommer. Mehr zum Thema siehe:

Zur Kompatibilität mit dem Fernseher: Wer einen Fernseher mit CI+-Steckplatz besitzt, kann sich die CI+-Karte von freenet TV zulegen und direkt in das TV-Gerät einstecken. Ansonsten greift man auf einen DVB-T2-HD-Receiver zurück, der wie ein Satelliten-Empfänger an den Fernseher angeschlossen wird. Hierbei in der Artikelbeschreibung auf die freenet-TV-Option achten. Wer freenet TV connect aufrufen möchte, achte zudem auf die Internetfunktion. Bessere Geräte bieten sogar eine Aufnahmefunktion. Beispiel:

TechniSat DigiPal T2 DVR mit und ohne Aufnahmefunktion

Das steckt hinter freenet TV und DVB-T2 HD

Die Versorgung von DVB-T2 HD verantwortet Media Broadcast. Das Kölner Unternehmen ist sozusagen ein Überbleibsel eines Teilbereichs der Deutschen Bundespost und jetzt der größte deutsche Dienstleister für Bild- und Tonübertragungen. Es gehört mobilcom-debitel, mobilcom-debitel wiederum gehört zur freenet AG.

Media Broadcast übernimmt die Ausstrahlung über DVB-T2 HD – für alle Sender, öffentlich-rechtliche wie private. ARD und ZDF finanzieren dies über den Rundfunkbeitrag. RTL, ProSieben & Co möchten die Kosten durch die eben genannte Abogebühr auffangen. Eine Rechtfertigung siehe im Interview: Warum wird Antennenfernsehen kostenpflichtig? Die Vermarktung hat Media Broadcast für die Sender übernommen, das Unternehmen vertreibt sie unter dem Namen freenet TV.

Gibt es Alternativen zu freenet TV?

Viele Gebiete werden am 29. März 2017 auf DVB-T2 HD umgestellt, weitere folgen bis Ende des Jahres. Im Gegenzug wird DVB-T abgeschaltet, weil die Frequenzen für den neuen Standard sowie für das Mobilfunknetz benötigt werden. Wer dann noch Privatsender über die Zimmerantenne empfangen will, der hat keine Wahl, der muss freenet TV buchen. (Ohne Abo kann man mit einem Empfänger für DVB-T2 HD aber zumindest DasErste, ZDF, 3sat etc empfangen. Wie gesagt sind die öffentlich-rechtlichen Sender ja kein Bestandteil von freenet TV.)

Alternativen zu freenet TV gibt es dennoch: Kabelfernsehen, Satellitenfernsehen oder IPTV, also über das Internet. Letzteres ist praktisch, weil es mit Apps auf unterschiedlichen Geräten ohne zusätzliche Hardware genutzt werden kann. Allerdings ist eine gute Internetverbindung sinnvoll, und für gute Dienste fällt ebenfalls eine Abogebühr an.

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Die Mobilfunkanbieter haben umfangreiche Unterhaltungspakete im Portfolio. Als einfache Alternative dient aber auch Zattoo, Magine TV, Live TV und ähnliche Dienste. Im Vorteil sind hierbei die Nutzer eines Smart TV, Apple TV, Fire TV oder Ähnliches – hierüber können die Streams direkt am Fernseher aufgerufen werden.

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