Fail des Tages: Googles Gmail-Aprilscherz außer Kontrolle [Update]

Tuan Le 11

Über den besten Aprilscherz dieses Jahres kann man sich sicherlich trefflich streiten, doch Google ist ein heißer Anwärter für den misslungensten Witz. Ein harmloses neues Feature in Gmail sollte die Nutzer erheitern, kostete aber stattdessen offenbar Menschen ihren Arbeitsplatz.

Update 2. April: Da Google mitbekommen hat, dass das neue Feature für sehr viele Probleme gesorgt hat, hat man noch ein zweites Statement veröffentlicht, um sich (etwas ausführlicher) für die Misere zu entschuldigen:

We heard feedback that some of you were negatively impacted by this feature, so we quickly turned it off late last night. In addition, we are working to bring back Mic-Dropped messages that had subsequent replies to your inbox, so you can read those.

We realize many of you use Gmail for very important messages, and we are sorry if Mic Drop was in any way harmful to you. Note that if you’re a Google Apps business, education or government user this feature was never turned on.

At Google we have a culture of sharing what we learned when things go wrong, and we want to share these learnings with you:

  1. We should have asked you before turning on the feature, and it should have included a confirmation before sending.
  2. We didn’t anticipate accidental clicks: „Send + Mic Drop“ was too close to other send buttons („Send“ as well as „Send & Archive“), which caused confusion. 
  3. And yes there was a bug. It was rare, but possible to press the regular „Send“ button and still Mic Drop if you did the following: 
  • Opened a new compose window
  • Pressed the “Send & Mic Drop“ button with no recipients and saw error message
  • Edited the message by adding message recipient(s)
  • Pressed the regular send button.

Again, sorry. We love April Fools jokes at Google, and we regret that this joke missed the mark and disappointed you. 

Da ist er wieder, der Tag der Witzbolde und Schelme: Am 1. April ergreifen nicht nur Menschen aus dem engeren Bekanntenkreis, sondern auch große Unternehmen immer wieder die Gelegenheit, andere auf witzige Art und Weise hinters Licht zu führen. Vor allem Google hat es sich zur Königsdisziplin gemacht, bei zahlreichen verschiedenen Produkten ein Höchstmaß an Kreativität an den Tag zu legen, um dem Nutzer temporär mit nicht ernst gemeinten Features zu belustigen.

Drop-the-mic

Aktuell sorgt ein eigentlich scherzhaft gemeintes Feature in Gmail allerdings nicht für Gelächter, sondern für lautstarke Verärgerung seitens der Nutzer. Der Hintergrund: Google hat ironisch die „Mic Drop“ -Funktion im E-Mail Client eingeführt, mit der Nutzer „stilvoll“ Konversationen mit einem witzigen GIF beenden können. Antwortet man auf eine E-Mail und klickt statt auf den normalen blauen Button auf den orangenen, so erhält man aus dieser Konversation keinerlei weitere E-Mails mehr. Obendrein erhält das Gegenüber das folgende GIF, um unmissverständlich klarzumachen, dass man nichts weiteres von ihm hören möchte:

giphy

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Was könnte da schon schief gehen?

send-buttongs

Es dauerte nicht lange, bis im Gmail-Supportforum die ersten Beschwerden eingingen, weil Nutzer versehentlich auf den neuen orangenen Knopf klickten. Zum einen passierte dies denjenigen, die neben dem normalen Senden-Button auch noch den Senden&Archivieren-Button aktiviert haben und den Mic-Drop-Button damit verwechselten. Zum anderen sorgte ein Bug dafür, dass manchmal selbst beim Anklicken auf Senden das GIF eingefügt und die gesamte Unterhaltung beendet wird:

Dabei waren die Fälle, in denen Bewerber versehentlich auf Rückmeldungen von potenziellen Arbeitgebern mit dem Mic-Drop-GIF antworteten, noch die harmlosesten. Deutlich prekärer wird es, wenn beispielsweise ein Bestattungsunternehmen einem Klienten derart unpassend antwortet:

Oder wenn man es sich mit einem großen Kunden verscherzt, indem man nicht mehr auf weitere Anfragen antwortet (da sich die Unterhaltung, selbst wenn man den Fehler gemerkt hat, nicht wieder reaktivieren lässt):

Big-client-fail
Google hat sich unlängst bei den Nutzern für den Aprilscherz entschuldigt und das Feature wieder aus Gmail entfernt. Dass die Witzemacher aus Mountain View im nächsten Jahr mit den Aprilscherzen aufhören werden, bleibt aber zu bezweifeln.

Quelle: Gmail Blog, Google Product Forum

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