Google Maps: Krim-Grenzen je nach Ländereinstellung unterschiedlich

Jonas Wekenborg

Noch während der Konflikt Krim läuft, kann über Googles Dienst Google Maps nicht eindeutig geklärt werden, wo die Grenzen der Halbinsel eigentlich verlaufen und ob die Krim zu Russland oder zur Ukraine zählt. Verantwortlich dafür sind die jeweiligen Länder- und Spracheinstellungen.

Google Maps: Krim-Grenzen je nach Ländereinstellung unterschiedlich

Es ist ein Paradebeispiel, wie es das zum letzten Mal während der DDR gegeben haben dürfte (nur, dass es hier noch kein Google Maps gab)*. Die umstrittene Halbinsel Krim im Schwarzen Meer ist an sich eine Autonome Republik und ursprünglich der Ukraine zugehörig. Landkartendienste auf russischer Seite zählen das Fleckchen Land, auf dem russische Soldaten stationiert sind, allerdings schon zu Väterchen Russland und haben dies auch auf aktuellen Karten so eingetragen.

Auf Google Maps sieht die Sache aber ein klein wenig anders aus: Denn hier verschiebt sich die Grenze um die Halbinsel je nachdem, welche Ländereinstellung der Betrachter eingestellt hat. Aus diesem Grund (und anderen) hat Google auch eine gestrichelte Linie als Grenzfindung eingeführt, die anzeigen soll, dass es hier unklar ist, zu wem die Krim jetzt eigentlich gehört.

 

Daher könnt ihr in der deutschen und der internationalen Einstellung bei Google Maps auch nur eine gestrichelte Linie als zusätzliche Grenze sehen. In der russischen Version zählt die umstrittene Insel aber bereits zu Russland, in der ukrainischen Version wurde schlichtweg nichts verändert.

 

*Update: Der letzte Fall war Arunachal Pradesh im Himalya, der seit der indischen Unabhängigkeit von China beansprucht wird, laut Indien aber nach wie vor ihnen gehört.

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