Google Hangouts bekommt eigene Webseite

Kaan Gürayer

Gute Idee, schlechte Umsetzung: Google Hangouts ist ab sofort auch über eine eigene Webseite zu erreichen. Damit lässt sich der Messenger fortan ohne GMail, Google+ oder Browsererweiterungen nutzen. Die Umsetzung hakt aber noch an einigen Ecken und Kanten. 

„Heute bieten wir einen neuen Weg an, um Google Hangouts zu erreichen“, schreibt Google-Mitarbeiterin Jordana Chord auf ihrem Google+Profil und kündigt damit die neue Webseite an. Unter hangouts.google.com lässt sich der Messenger ab sofort verwenden – ganz ohne den Umweg über GMail oder eine Browser-Erweiterung nehmen zu müssen.

Optisch weiß die neue Webseite durchaus zu gefallen: Es gibt schicke Hintergrundbilder, die von Google+ stammen und sich in regelmäßigen Abständen ändern. Hier hat Google quasi von sich selbst abgekupfert, da bereits der Chromecast ein ähnliches Feature besitzt. Zudem wird der Nutzer namentlich begrüßt, direkt unter der Grußformel sind dann drei große Button angebracht, um Videoanrufe, Telefonanrufe oder Chats zu starten. An der linken Seite findet sich eine Übersicht mit allen bisherigen Konversationen, deren Ansicht wahlweise auf Kontakte oder Telefonanrufe umgestellt werden kann. Über ein seitlich ausfahrendes Menü sind außerdem die Einstellungen zu finden. Darüber hinaus sind dort auch Links untergebracht, die zu den passenden Hangouts-Apps auf Android, iOS und Google Chrome weiterleiten.

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Schlampige Umsetzung bei Google Hangouts im Web

Insgesamt also eine praktische Sache – hätte Google bei der Umsetzung jedoch nicht geschlampt. Denn klickt man beispielsweise auf eine Konversation, wird dasselbe mickrige Chatfenster geöffnet, das man bereits von der Browsererweiterung oder Google+ und GMail kennt. Wieso wird der vorhandene Platz nicht besser ausgenutzt und zum Beispiel ein zweispaltiges Layout eingesetzt, sodass sich etwa direkt neben dem Kontakt ein großes Chatfenster öffnet? Und wieso, wenn wir schon am kritisieren sind, werden die erweiterten Optionen einerseits über das Hamburger-Menü geöffnet, andererseits aber auch über das Drei-Punkt-Menü, das sich lediglich drei Stellen darunter befindet? Doppelt gemoppelt hält besser, glaubt man wohl bei Google.

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Google Hangouts im Web: Hoffen auf zukünftige Updates

Aber jetzt wollen wir auch nicht zu pingelig sein, denn die Webseite ist eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung und emanzipiert Google Hangouts, das ja zu Beginn fest in Google+ verankert war, noch ein Stück mehr. Und Google wird in Zukunft mit Sicherheit noch an den einen oder anderen UI-Schrauben drehen, um die Benutzung zu verbessern.

Via: Jordana Chord@Google+

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