Seit der Vorstellung auf der letztjährigen Google I/O, wurde Hangouts als Nachfolger des wenig populären G+-Messengers und der Google Talk-App, kontinuierlich erweitert und ist drauf und dran zur ultimativen Kommunikationszentrale zu werden. Nachdem mit Android 4.4 KitKat auch der SMS-Versand in den Dienst integriert wurde, scheint als nächstes die Einverleibung von Google Voice auf der Agenda zu stehen.

 

Google Hangouts

Facts 

Eine All-In-One-Anwendung, welche jede erdenkliche Art der Kommunikation unterstützt – ein Traum, der womöglich gar nicht mehr so weit entfernt ist. Momentan kann man mit der Hangouts-App bereits mit seinen Google Plus-Freunden chatten, seiner mit der heutigen Technik überforderten Mutter eine traditionelle SMS senden und einen Videochat mit dem Partner respektive der Partnerin seiner Wahl führen. Ein weiterer Service, der bislang nur auf die USA und Kanada zugeschnitten war, soll einem Bericht zufolge in Hangouts eingegliedert werden, was darauf schließen lässt, dass Google Voice damit auch in anderen Ländern in seinem vollen Funktionsumfang genutzt werden kann.

Mit Google Voice ist es möglich – zumindest in Nord-Amerika – kostenlose VoIP-Anrufe zu tätigen. In Deutschland beispielsweise ist der Service zwar freigeschaltet, allerdings fallen für einen solchen Anruf ebenfalls Gebühren an, was die Nutzung derzeit noch redundant erscheinen lässt. Mit einer Registrierung bei Google Voice erhält der Nutzer eine reguläre Festnetznummer, mit welcher weltweite Telefonate durchgeführt und entgegengenommen werden können – plattformunabhängig: Es werden sowohl Android, iOS als auch Desktop-Computer unterstützt.

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Hangouts schluckt kontinuierlich andere Google-Dienste (Grafik: AndroidPolice)

Dafür werden lediglich bestehende Datentarife in Anspruch genommen – zum Ärger der Mobilfunkprovider, schließlich ist eine mobile und allumfassende Sprachkommunikation deren Geschäftsmodell und Einnahmequelle. Mit diesem Ansatz, den Google verfolgt, könnten Smartphones irgendwann lediglich mit einer Datenanbindung ausgestattet, alle Funktionen ausführen, für welche man regulär einzeln bezahlen muss. Konkurrent und Messenger-Platzhirsch WhatsApp verfolgt übrigens ähnliche Ziele.

Angesichts der abnehmenden regelmäßigen Nutzung von Sprachanrufen, macht der Schritt von Google auch dahingehend Sinn, als dass man die zahlreichen Möglichkeiten der digitalen Kommunikation, welches es heute gibt, der Übersichtlichkeit halber in eine All-In-One-Anwendung zusammenfasst. Es ist gut möglich, dass die Telefon-App demnächst ein ähnliches Schicksal erleiden wird, wie die AOSP-SMS-Applikation.

Google gibt lediglich an, dass die Google Voice-Integration „in den nächsten Monaten“ durchgeführt werden dürfte. Ein denkbarer Zeitpunkt wäre die Google I/O im Juni dieses Jahres.

Hangouts

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Entwickler: Google LLC

Quelle: 9to5Google

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